KÜS-Serie Procar: Die Gewinner heißen Weimann und Griessner

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Turbulentes Renn-Wochenende der ADAC Procar-Serie in der Lausitz. Beim drittletzten Lauf der von der KÜS unterstützten Tourenwagen-Challenge des Deutschen Motorsportbundes (DMSB) ist in beiden Divisionen (Division 1 über 2.000 ccm, Division 2 bis 1.600 ccm) in der Titelfrage zumindest eine Art Vorentscheidung gefallen. Im Rahmen der ADAC GT Masters Serie zeigten die Piloten der schnellen Procar-Fahrzeuge in beiden 25-minütigen Rennen am Sonntag durchweg wieder packenden Motorsport.

Der eigentliche Sieger des Wochenendes in der Division 1 auf dem Eurospeedway war Jens Weimann, der im BMW 320 zwei Rennen vor dem Saisonfinale seinen Vorsprung in einem packenden Duell auf den zuletzt so erfolgreichen Johannes Leidinger ausbauen konnte. Weimann gewann beide Rennen, während Leidinger nur im ersten, dramatischen Rennen am Sonntag Vormittag als Dritter hinter Ex-Schwimm-Weltmeister Mark Warnecke (ebenfalls BMW 320 si) punkten konnte. Mit 98 Punkten hat Weimann jetzt 16 Punkte Vorsprung auf Leidinger, der im zweiten Sonntag-Rennen keine weiteren Punkte im Titelkampf mehr gut machen konnte.

Der junge Mann aus dem Saarland haderte wegen eines irreparablen Schadens an seinem Engstler-BMW aus dem ersten Rennen und musste unverrichteter Dinge aus der Boxengasse zusehen, wie Weimann ungefährdet zum Doppelsieg fuhr. Aufgeben aber will der 26-Jährige im Titelkampf aber noch lange nicht: „Das heißt für mich, dass ich in zwei Wochen am Slovakiaring pushen muss. Ein Doppelsieg ist dort Pflicht, um meine Chancen auf die Meisterschaft aufrecht zu erhalten. Schade um den Kampf auf der Strecke mit Johannes, aber so kann ich etwas entspannter zu den verbleibenden zwei Rennwochenenden fahren“, befand Weimann.

Doppelsieger darf sich auch David Griessner nennen, dessen Meistertitel zwei Runden vor dem Saisonfinale wohl kaum noch in Frage gestellt werden kann. Griessner hat nach dem drittletzten Wettbewerb in dieser Saison satte 26 Punkte Vorsprung auf die Nr. 2, Ralf Glatzel(Ford Fiesta 1,6 16 V). Griessner gewann neun der bisher zwölf ausgetragenen Rennen. Eine beeindruckende Vorstellung seiner Dominanz im Peugeot 207 Sport. Auf Platz sieben in der oberen Tabellenhälfte ist auch die einzige Amazone im Feld, Julia Trampert (Ford Fiesta 1,6 16 V), nach dem Renn-Wochenende vom Lausitzring platziert.

Der Österreicher David Griessner fuhr in seinem Fahrzeug der französischen Löwenmarke ein weiteres souveränes Rennen, was ihm die Maximalausbeute von 20 Punkten am Eurospeedway sicherte. Guido Thierfelder, der mittlerweile als Teamchef fungiert, war stolz auf seinen talentierten Nachwuchsfahrer: „Er nutzt das Potenzial des Fahrzeugs ideal aus und ich weiß gar nicht, was ich ihm noch raten soll. David macht das schon perfekt und ich bin wirklich gespannt, was er noch alles erreichen kann.“

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Oliver Kleinz

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