CD-Tipp – Janis Joplin: Pearl.

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Sie war mitten in den Aufnahmen zu Pearl, als eine ungewohnt starke Dosis Heroin ihr Leben beendete. Mit der Full Tilt Boogie Band hatte sie wohl noch viel vor, nachdem eine Tournee durch Kanada und Nordamerika erfolgreich gewesen war.

Legacy Records, spezialisiert auf das Bewahren bekannter und das Heben noch unbekannter musikalischer Schätze, hat dem legendären Album eine besondere Reverenz erwiesen. Produziert von Paul Rothschild, der sich als Verantwortlicher für die ersten fünf Doors-Alben einen Namen gemacht hatte, enthält es neben dem bekannten Mercedes Benz das legendäre Me And Bobby McGee – geschrieben von Kris Kristofferson – und das tragisch-ironisch anmutende Buried Alive In The Blues.

“The Pearl Sessions” präsentiert auf CD 1 zum ersten Mal die Mono-Masters der aus dem Album ausgekoppelten Singles (Cry Baby, Get It While You Can, Me and Bobby McGee) gemeinsam mit den Songs des Originalalbums. Das Bonus-Material trägt seinen Namen zu Recht, es besteht aus Szenen während der Aufnahme, Outtakes und A-Capella-Versionen, die es nicht aufs Album schafften. Wie das geht, wenn die begrenzte Kapazität einer Langspielplatte die ungezähmte Kreativität der Musiker limitieren muss. Nicht zuletzt zeugt diese Pearl-Version von einer Sängerin, die – aller inneren Zerrissenheit zum Trotz – gerade dabei war, ihre Zukunft in Angriff zu nehmen, gut gelaunt und zuversichtlich, auch wenn sie mit ihrer Sucht noch zu kämpfen gehabt hätte. 2013 wäre sie 70 geworden.

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