Baja Polen: Doppelsieg für X-Raid-Teams

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Gut, es war zu erwarten, dass Lokalmatador K. Holowczyk in seinem Orlen-X3-CC-BMW hier in seiner Heimat besonders hoch motiviert war und dem heimischen Publikum zeigen wollte, dass er zu Recht die Weltcup-Wertung anführt. Aber im 9-fachen Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel auf dem Monster Energy-Mini All4-Racing hatte er einen mindestens ebenbürtigen Gegner aus gleichem Hause.Und dass sie beide ganz oben auf dem Treppchen landen wollten, zeigten sie bereits im Prolog. Das größte Problem waren insgesamt die endlos vielen Kreuzungen, Abzweige und Gabelungen, es war schier zum Verrücktwerden, meinte Alt-Routinier Cottret, der traditionsgemäß bei Peterhansel den heißen Sitz drückte. Ein wenig Heimvorteil mag Holowczyk schon in die Karten gespielt haben, der die Etappen 1 und 2 für sich entschied. Peterhansel schlug dann bei der Nr. 3 gewaltig zu und übernahm prompt die Führung. Schlammige Glätte dann auf der 4, die der Franzose nochmals für sich entschied, bevor er zweimal den Mini in einen Graben schlittern ließ. Holowczyk holte ihn gar beim ersten Mal heraus: Teamwork eben. Die Führung Peterhansels war erstmal futsch, der Pole übernahm erneut und baute sie gar noch aus. Trotz seines Höllenritts erlaubte er sich keinen Flatout, wog die Risiken sauber ab und gewann.

Mironenko/Lebedev, im zweiten X3-CC der Treburer Rallyeschmiede, konnten ihren feinen 5. Platz von der SiLkway-Rallye (KÜS-Online vom 15. Juli 2011) diesmal nicht halten: Pech am laufenden Meter. Erst verabschiedete sich das Differential, dann rissen die Kabel zur Benzinpumpe bei der brachialen Landung nach einem langen Kuppenflug. Als alles wieder im Lot war, entschieden sie gar die 5. Wertungsprüfung für sich! Trotzdem sprang nur ein 16. Platz heraus und beide BMW-Piloten waren so richtig sauer.

Die Baja Polen, kurz, heftig und prima organisiert, darf darauf hoffen, 2012 in den FIA-Kalender aufgenommen zu werden. Darin waren sich die Teilnehmer einig.

Text: Frank Nüssel/CineMot
Bilder: Marian Chytka

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