Logistik bei Mega-Events: Nicht im Rampenlicht – und doch unverzichtbar

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Mega-Events wie die Rallye Dakar, Tour de France oder die Formel 1 sind nicht nur spannende Weltsportereignisse, sondern zugleich logistische Mammutaufgaben. Die Logistik-Spezialisten stehen kaum im Rampenlicht, leisten aber hochprofessionelle Arbeit, ohne die keine Großveranstaltung läuft. Allein beim VW-Siegerteam der Rallye Dakar 2011 gehörten zum Logistiktross über 70 Mitarbeiter, die selbst in 20 Service-Fahrzeugen die knapp 7.000 Kilometer lange Strecke bewältigten. Um die 50 Tonnen wurden täglich von Etappe zu Etappe transportiert. Das Team war Herr über 500 Aluminium-Boxen und etwa 60 Holzboxen für größere Teile wie Ersatz-Getriebe.

Ähnlich siegt es bei Formel-1-Rennen aus. Die Logistiker laufen gar zur Hochform auf, wenn beispielsweise Herausforderungen in Malaysia warten und eine Woche später in China die Materialien vor Ort sein müssen. Auch das Red Bull Team von Weltmeister Sebastian Vettel leistete nicht nur seinerzeit ganze Arbeit: Nach dem Rennen in Melbourne wurden um die 30 Tonnen Material per Luftfracht nach Sepang geflogen. Via Schiff kamen weitere zehn Tonnen hinzu, die eine Reise aus Großbritannien nach Malaysia hinter sich hatte. 45 Personen bauten etwa zeitgleich die Boxen und die Team-Hospitality im Fahrerlager auf. Nach dem Rennen in Sepang alles retour, verfrachtet in Richtung Schanghai, wo der Spaß von vorne begann, also Aufbau. Sternstunden für Logistiker!Natürlich gibt es spezielle Dienstleister, die diesen Arbeit weltweit übernehmen. Einer von ihnen ist die Deutsche Post DHL als offizieller Logistikpartner der Formel 1. Das Unternehmen übernimmt den Transport der Rennwagen und des gesamten Equipments – Motoren, Reifen und Ersatzteile – der Teams von und zu allen Rennen der Saison 2011. Nicht unbedeutend: Die DHL-Expertise erleichtert bei der weltweiten Zollabfertigung die Logistik in diesem Segment enorm. DHL kümmert sich ferner um Treibstofftransport und andere Fracht. So um die Ausrüstung für Fernsehsender, VIP Zelte, Computer- und Kommunikationsmaterial. Das ist aber noch nicht alles: hinzu kommt die Möblierung des Paddock Clubs, der VIP bei diesen Veranstaltungen exklusiv betreut. Wer so etwas schon einmal selbst erlebte, weiß, dafür ist einiges zu transportieren. Für die Koordination der Transporte sind spezialisierte Teams im Einsatz, die je nach Anforderung zu Luft-, See oder Land unterwegs sind.

An jeder Rennstrecke richtet DHL zudem einen 24-Stunden-Service-Point ein. Dort können rund um die Uhr dringende Sendungen, Zollabfertigungen, Gefahrgut oder temperaturgesteuerte Waren aufgegeben werden.

Text: Erwin Halentz, Foto: Deutsche Post DHL

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