Erste Erfahrungen mit dem neuen Mercedes SLK

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Sportlich, leicht und kurz, dafür stand in den Urzeiten des Automobils das Kürzel SLK. Seit 1996 nutzte Mercedes diese Buchstabenkombination für seinen Roadster mit variablem Blechdach. Der SLK kam 1996 auf den Markt und war auf Anhieb ein Erfolg. Mehr als 300.000 Autos konnten bislang verkauft werden. Ende März kommt nun die zweite Generation des SLK zu Preisen ab 33.524 _ auf den Markt.
Der Neue wirkt ein bisschen wie eine verkleinerte, schlanke Ausgabe des Luxus-Roadster SL. Die sportliche Abstammung wird durch die neue Nase im Formel-1-Design unterstrichen. Die Keilform ist etwas ausgeprägter als bislang und wurde durch einen runden, kräftigen Hintern ergänzt. Der Wagen wirkt muskulös. Er wuchs um 7 cm, der Radstand um 3 cm. Beibehalten wurde das Klappdach, allerdings ist das neue schneller (22 Sekunden) und kleiner. So bleibt mehr Platz im Kofferraum, wenn man offen fährt. Bis zu 208 Litern fasst das Gepäckteil in dem Fall, geschlossen sind es 300 Liter, was für Sportwagen schon eins stattlicher Wert ist.
Das Interieur gefällt. Die Sportsitze mit Magnesium-Gestell und Lederbezug bieten auch in schnellen Kurven ausreichend Seitenhalt. Besonderer Clou: der neue Sitz föhnt den Hals. Eine Zusatzlüftung in der Nackenstütze wärmt den Nacken statt ihn kalter Zugluft auszusetzen. Air-Scarf , also Luftschal, nennt Mercedes dieses 458 Euro teure, aber nützliche Extra.
Auch lange Menschen finden reichlich Platz für Beine, die Ergonomie ist perfekt. Dazu tragen auch die sehr schön gezeichneten und hervorragend ablesbaren Rundinstrumente ab. Die Kunststoffoberflächen kennt man in ähnlicher Form von Audi. Sehr edel, aber auch sehr staubanfällig.

Bei der Technik greift Mercedes zu großen Teilen auf den Baukasten zurück, der auch bei der neuen C-Klasse Verwendung fand. Eine neue Vorderachse mit McPherson-Federbeinen und eine neue, exakte Lenkung bilden die Grundlage für ein sehr agiles Fahrvergnügen. Schon der Basismotor mit 1,8 Litern Hubraum und 163 kompressor-gestärkten PS bietet ausreichend Leistung für den offenen Fahrspaß. Schöner, aber auch gut 10.000 Euro teurer, ist der SLK 350 (ab 43.384) mit dem neuen Sechszylinder und satten 272 PS. Damit spielt der SLK in der richtigen Sportwagenliga. Die 100 km/h-Marke fällt in weniger als sechs Sekunden. Er profitiert dabei auch von seinem relativ geringen Gewicht. Mit rund 1,4 Tonnen ist er, verglichen mit dem großen Bruder SL, nachgerade ein Leichtgewicht. Der Verbrauch bleibt im Rahmen. 8,7 und 10,1 Liter gibt Mercedes für die beiden Motoren im Euromix an. Bei ersten, zügigen Ausfahrten kamen wir etwas über elf Liter.
Die Kraftübertragung erfolgt über das neue Sechsganggetriebe, das etwa jeder fünfte Käufer wählt. Alle anderen zahlen Aufpreis für eine Automatik. Für den SLK 200 ist es ein Fünfgangautomat, der SLK 350 hat die neue Siebengangautomatik (2.170 Euro), die bei der Fahrvorstellung einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Ab Herbst gibt es den SLK auch als 55 AMG mit acht Zylindern und 367 PS für 63.974 Euro. Die Mehrzahl der europäischen Käufer wird, wie gehabt, den SLK 200 ordern, der sich in der Vergangenheit als eines der wertstabilsten Fahrzeuge überhaupt gezeigt hat. Zum Basispreis kommen noch weitere Kosten für eine Klimaanlage (1.400 Euro), Radio (ab 750 Euro) und Lederausstattung (ab 1.200 Euro), die in dieser Fahrzeugklasse unbedingt dazu gehört. Beim 350 ist die Klimaanlage serienmäßig eingebaut und auch die Felgen sind mit 17 Zoll eine Nummer größer.

Günter Weigel

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