Test-Tour: Mitsubishi Outlander 2.0 – Viel Sport und viel Utility

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ASX hieß die Studie, die der japanische Importeur Mitsubishi vor fast vier Jahren der Öffentlichkeit vorstellte, es ging um die Formgebung für ein neues, vielfältig nutzbares Fahrzeug. Seit dem vergangenen Jahr ist der legitime Nachfolger der Studie als Outlander auf unseren Straßen unterwegs.

Auf den ersten Blick fällt natürlich die sehr modern geschnittene Form auf. Vor allem die geringe Höhe sticht ins Auge, gerade mal 1,67 Meter sagt das Datenblatt. Da ist man von dieser Gattung Fahrzeug eigentlich anderes gewohnt. Beim Einsteigen wird jedoch schnell klar, dass die Designer, diesmal die im kalifornischen Cypress, auch an groß gewachsene Passagiere gedacht haben. Ohne Probleme mit der Kopf- und Armfreiheit kann der Fahrer agieren. Er tut dies in stilvollem Ambiente, positiv anmutende Materialien hat Mitsubishi im Inneren des Outlanders verarbeitet. Die kleinen Helfer wie elektrische Spiegelverstellung oder Scheibenbetätigung sind Standard.
Die Variabilität des Innenraumes konnte ebenfalls überzeugen. Bei umgeklappten Sitzen wird eine Ladefläche von bis zu zweieinhalb Metern frei, da geht schon so manches Sportgerät ohne Probleme rein. Für den Krimskrams bietet der Outlander im Frachtraum noch ein praktisches Unterflurfach. Praktisch sind auch die Lasthaken, hier kann man Ladung rutschsicher festzurren. Lobenswert ist auch die Isofix-Befestigung für Kindersitze. Das Normsystem garantiert die problemlose und sichere Unterbringung der Sitzgelegenheit für den Nachwuchs.

Im Testfahrzeug lieferte der bewährte, 100 kW/136 PS starke Benzinmotor die Kraft. Der Vierzylinder ließ, zusammen mit dem ganggenauen Fünfganggetriebe, viel Fahrspaß zu. Die Höchstgeschwindigkeit, von Mitsubishi mit 192 km/h angegeben, ließ sich bei der TestTour ohne Probleme erreichen. Die Fahrgeräusche blieben dabei im gut erträglichen Rahmen. ABS und eine elektronische Bremskraftverteilung, bei Mitsubishi EBD abgekürzt, machten das Fahrzeug auch in kritischen Situationen jederzeit beherrschbar. Für den sicheren Kontakt zur Fahrbahn sorgen Einzelradaufhängung vorne und die bewährte Multilink-Hinterachse. Dazu kommt der permanente Allradantrieb mit viskogesperrtem Mitteldifferential, hier klotzt Mitsubishi natürlich mit seinem Know How aus den vielen Allradmodellen im Programm. Bei plötzlich auftretenden Fahrbahnveränderungen wie Eisplatten oder Wasserlachen sorgt der Viskobetrieb immer für die Verteilung des meisten Antriebs auf die Räder mit dem größten Bodenkontakt. Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen: Während der TestTour wurde der Outlander über schmierige Feldwege bewegt oder mal über ein Stück mit leichtem Schotter getrieben – ein echter Offroader will und kann er jedoch nicht sein. Wer in schweres Gelände will, dem sei der Pajero empfohlen.

Der 1,6 Tonnen schwere Mitsubishi Outlander kann 460 Kilo zuladen, die Anhängerlast liegt ungebremst bei 570 Kilo, gebremst bei 12 % Steigung bei 1.500 Kilo. Aus dem 60-Liter-Tank rannen während der TestTour knapp zehn Liter Superbenzin durch den Vergaser, die Abgasnorm ist die Euro 4.

Der Preis in der bereits sehr gut ausgestatteten Variante Comfort liegt für den Mitsubishi Outlander 2.0 bei 22.490 Euro.

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