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Axel Eggebrecht: Katzen. Arche Verlag; 14,95 Euro.

Es gibt Menschen, die sie nicht mögen oder Angst vor ihnen haben. Nun, die Angst eines Menschen vor Katzen hat schon mehr als ein Stubentiger durch unermüdliches Werben in Zuneigung verwandelt. Abneigung aber ist in aller Regel gegenseitig und unumkehrbar. Die Mehrheit der Menschen scheint jedoch Katzen sehr zu mögen, zumindest in Deutschland sprechen Statistiken regelmäßig eine deutsche Sprache. Da bleiben Liebeserklärungen in geschriebener und/oder gezeichneter Form nicht aus.

Eine besonders schöne in deutscher Sprache ist vor genau 85 Jahren erschienen und jetzt wieder lieferbar. Die Würdigung der Katze in ihrer ganzen Unergründlichkeit wird ergänzt durch Federzeichnungen von Klaus Ensikat und ein kenntnisreiches Nachwort von Sybil Gräfin Schönfeldt: »Axel Eggebrechts Katzen sind der ewige Gegenentwurf. Sie leben ohne Plan und Reue, an keine Pflicht und keinen Nutzen gebunden außer dem, zu leben. Als Katze zu leben. So dankt ihnen Eggebrecht den Trost der unverdienten Zärtlichkeit, lobt ihre Freiheit und Unabhängigkeit, ihre Kunst der Muße und ihre ›ernste Verspieltheit‹. Der Mensch kann also froh sein, wenn eine Katze eine Zeitlang die Gnade hat, sich von ihm bewundern und lieben zu lassen.« Weil sie – nicht zuletzt – ihrem Menschen immer wieder signalisiert, dass all die Ärgernisse des Alltags so schlimm doch gar nicht sind.

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