Mercedes: Erste eMobility Service-Werkstatt

Foto 1
Foto 2

Die erste bundesweit zertifizierte eMobility Service Werkstatt ist in der Mercedes-Welt am Salzufer eröffnet. Die Zertifizierung in der Niederlassung erfolgte durch die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin. „Es ist der erste zertifizierte Fachbetrieb für Hochvoltfahrzeuge und Brennstoffzellentechnik“, sagt Walter Müller, der Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin. „Automobiltechnologien, wie die E-Mobilität, die einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten, sind auf dem Vormarsch. Diese Fahrzeuge müssen natürlich fachgerecht gewartet und repariert werden“, ergänzt Dieter Rau, Geschäftsführer der Berliner Kfz-Innung. Die Anforderungen an fachgerecht ausgeführten Reparaturarbeiten sind enorm. Wegen der Sicherheitsstandards, die aus dem Umgang mit sehr hohen Spannungen resultieren, ist der qualifizierte Umgang mit den Hochvoltfahrzeugen und der Brennstoffzellentechnik unverzichtbar. Für die Zertifizierung waren nachzuweisen: erfolgreich absolvierte Ausbildungen der Mitarbeiter, eine sicherheitsrelevante Arbeitsplatzgestaltung sowie technologiekompatible Werkzeuge und –ausstattungen.

Die Berliner Niederlassung ist jetzt die Anlaufstelle für die 240 Elektro-, Brennstoffzellen- und Hybridautos von Mercedes-Benz und Smart, die in der Bundeshauptstadt rollen. Mit der A-Klasse C-Cell, der B-Klasse F-Cell und dem smart fortwo electric drive sowie dem Vito E-Cell verfügt Mercedes-Benz über eine breite Produktpalette an serienreifen, rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen. In der neuen e-Werkstatt sind die zusätzlichen Arbeitsplätze eines Team-Koordinators eMobility sowie von 14 speziell ausgebildeten Hochvolt-Elektrofachkräften und Druckgaskesselspezialisten entstanden. Alle technischen Azubis der Niederlassung Berlin (jährlich etwa 80 Auszubildende) werden ab sofort in den neuen Technologien geschult.

Zu den Werkzeugen der mit einem antistatischen Fußboden ausgestatteten Werkstatt gehören Rechner für die Diagnose der Brennstoffzellenfahrzeuge und Hochvolt-Batterien, ein Abblaseturm und Schläuche zum Inertisieren der Wasserstofftanks. Außerdem benötigen die Profis spezielle Wagenheber, Batteriehubwagen und Hebebühnen. Ein Servicedisconnecter zum Abschalten des Hochvoltkreises sorgt für sicheres Arbeiten am Fahrzeug.

„Wir bieten den Nutzern und Kunden dieser Zukunftstechnologie ein Kompetenzzentrum, mit dem wir uns durch speziell geschultes Personal flexibel allen Herausforderungen dieser neuen Technologie stellen. Wir wollen zusätzliches Wissen erwerben, und bilden schon heute die Spezialisten für das Werkstatt-Geschäft der Zukunft aus“, betont Direktor Müller.

Text und Fotos: Erwin Halentz

Scroll to Top