CD-Tipp der Woche

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Renaud Marquart: Ribambelle de matins à Molfetta. (La Viviane)

„Meine Texte sind der Spiegel erlebter Emotionen und Impulse aus dem Leben, aus dem Alltag, die ich dann in eine bilderreiche Sprache, ein Art Poesie frei umsetze, um eine eigene, schwebende und schon alltagsferne Welt zu kreieren … Es geht mehr um einen eigenen literarischen Stil, mal sehr humoristisch, mal sehr ernst, aber immer sehr sensibel, als um den Inhalt“, sagt Renaud Marquart über seine Musik.

Titelgeber der neuen CD ist eine kleine idyllische Hafenstadt in Apulien (Süd-Italien, in der Nähe von Bari), ist der Ursprungsort von Marquarts Großeltern mütterlicherseits, bevor diese in den Vierzigern nach Frankreich ausgewandert sind, um dort Arbeit zu finden. Als der Italo-Franzose Renaud Marquart Anfang der 90er Jahre nach Aachen kam (wegen einer Frau natürlich), war er noch Musikstudent in Metz (F), hatte aber bereits einige Lehrjahre als Gitarrist in einem französischen Showorchester hinter sich. In Aachen ergriff er dann die Gelegenheit, sein Soloprojekt zu verwirklichen: eigene, eingängige, groovige Songs, die sich ebenso in der Tradition des französischen Chanson-Rock von z. B. H.F. Thiéfaine, Alain Bashung, Jacques Higelin oder Bernard Lavillier wie in der aktuellen internationalen Pop-Musik sehen. So eine Art „French Songwriting“… oder eigentlich Chanson-Rock, wie man schlicht und einfach in Frankreich sagen würde.

Das neue, dritte Album „Ribambelle de matins à Molfetta“ vom Bandmitglied und Gitarristen Martin Rohdich mit Liebe zum Detail produziert, wurde in Aachen im Studio Tor 2 von Tom Engels aufgenommen. Abgemischt wurde in England von Stuart Bruce, in seinem Privatstudio wohlgemerkt. Stuart Bruce, langjähriger Toningenieur von Peter Gabriel in den Real World Studios, hat u. a. für Frankie goes to Hollywood, Yes, De Lucia/Mc Laughlin/Al Di Meola Trio, Loreena Mc Kennit, Maxime Le Forestier, Amadou et Mariam, Salif Keita, Sharon Shannon, Papa Wemba, Manu Katche usw. Platten gemacht.

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