Erste Erfahrungen: Citroën C4 Facelift

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Schlechte Nachrichten hat derzeit in der Branche jeder zur Genüge. Wir haben aber auch ein paar gute. Citroën-Sprecher Thomas Albrecht ist nicht nur ein Mann des flotten geschliffenen Wortes, sondern auch der zielgerichteten Information. Weshalb der von ihm zubereitete Zahlenkompott fait maison (nach Art des Hauses) ebenso aussagekräftig wie authentisch ist. Denn am Marktanteil, der Ende September in Deutschland das Rekordergebnis von 2,56 Prozent auswies, hatten neben den Neuzulassungen von Personenwagen auch die leichten Nutzfahrzeuge (unter 5,9 Tonnen) erheblichen Anteil.

Dennoch: Der double chevron (Doppelwinkel) kannte nach jahrelanger Baisse einer kontinuierlichen Dürreperiode in den Verkaufsstatistiken der jüngsten Jahre nur eine Richtung: die nach oben. Was auch und vor allem der sprichwörtlichen Kreativität des Hauses zuzuschreiben war. Fahrzeuge wie der Citroën Pluriel, Accessoires wie Warnhilfen vor unbeabsichtigtem Spurwechsel (die den Fahrer im wahren Wortsinne aufrütteln) oder auch Parfumspender, wären in den Marketingabteilungen vergleichbarer Hersteller wahrscheinlich nicht einmal zu Ende gedacht worden. Oder sie hätten zu personellen Veränderungen geführt.

Auf der am Wochenende in Paris zu Ende gegangenen Mondiale de l'Automobile geizten die Nachfahren des Monsieur André Citroën nicht mit neuen Ideen, deren Umsetzung von Fall zu Fall eine Frage des Standortes und des Marktbedürfnisses ist. Wie beispielsweise der spartanisch geartete C-Cactus. Reeller und realistischer sind da nicht nur der C3 Picasso, der im nächsten Jahr als Abschluss der Van-Aktivitäten im unteren Segment eingeführt wird, sondern auch der C4. Das als Drei- und Fünftürer erhältliche Citroën-Modell in der unteren Mittelklasse geht optisch aufgefrischt und mit einem neuen Motorenangebot auf den Markt.

Erkennungsmerkmal des überarbeiteten C4 ist eine etwas kompakter und sportlicher gearbeitete Frontmaske mit einem versetzten Kennzeichenträger und überarbeitete Leuchteinheiten im Heck. Wie wohl es unserer Meinung nach eigentlich keiner großen optischen Handgreiflichkeiten bedurft hätte, denn der C4 ist eine wohltuende Erscheinung im optischen Dickicht des Segmentes. Dergestalt wachsen beide C4-Varianten um jeweils 15 Millimeter auf knapp 4,30 Meter Länge. Überholt wurde auch das Armaturenbrett. Der Drehzahlmesser gehört nun zum mittig platzierten digitalen Infosystem. Auf Wunsch befindet sich darunter das neue Navigationssystem MyWay. Optional ist das aktiv schwenkende Bi-Xenonlicht.

Der überarbeitete Citroën C4 ist mit fünf Motoren erhältlich. Überarbeitet wurde der 2,0-Liter-Dieselmotor, der nun mit 140 PS rund vier PS mehr leistet als bisher. Unverändert bleiben die 1,6-Liter-Diesel mit 90 PS und 109 PS. Hinzu kommen zwei neue Benziner. Die beiden 1,6-Liter-Vierzylinder resultieren aus dem Joint Venture zwischen Peugeot und der BMW Group. Das leistungsschwächere Aggregat mit 120 PS ersetzt die 109-PS-Variante. Der Abgas-Aufgeladene zweite Ottomotor entwickelt dank Zwangsbeatmung 150 PS und ist mit Sechsgang-Schaltgetriebe 212 km/h schnell. An den Preisen hat sich nichts geändert. Der Dreitürer steht ab 16.200 Euro bei den Händlern, die fünftürige Steilhecklimousine ab 16.600 Euro.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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