Test-Tour: Mercedes C-Klasse (T-Modell)

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Die neue Kombiversion der C-Klasse-Baureihe ist seit Dezember vergangenen Jahres auf dem Markt. Das T-Modell gehört zu den Klassikern im Hause Mercedes. Allein der Vorgänger verkaufte sich in den Jahren 2001 bis 2007 rund 360.000 Mal. Und auch der Neue macht den Händlern Freude – wie übrigens die C-Klasse überhaupt – führt sie doch die KBA-Verkaufsstatistiken für die gehobene Mittelklasse an. Wir fuhren das T-Modell in der Avantgarde Version mit dem 320 CDI.

Schick sieht er aus, da gibt es wohl keine Zweifel. Das T-Modell der neuesten Generation orientiert sich stilistisch eng an der Limousinen-Verwandtschaft. Daher trägt auch beim Kombi die Avantgarde-Version den charakteristischen Stern im Grill, im Gegensatz zu den Classic und Elegance-Modellen, die das gute Stück weiterhin dezent auf der Motorhaube vor sich hertragen. Der Lastenträger ist um 5,5 Zentimeter in der Länge auf nun 4,60 m und um 4,2 Zentimeter in der Breite auf 1,77 m gewachsen. Der um 4,5 Zentimeter größere Radstand (2,76 m) schafft die Voraussetzungen für ein besseres Platzangebot. Das kommt vor allen Dingen den hinteren Passagieren zu Gute, die sich vergleichsweise kommod niederlassen können, ohne dass ihre Knie mit den Rückenlehnen der Vorderleute unangenehm in Kontakt kommen. Das Interieur überrascht nicht. Typisch Mercedes elegant und gediegen. Die Bedieneinheiten sind logisch aufgebaut. Das (aufpreispflichtige) Navigationssystem taugt auch für Fahrer, die für Technik normalerweise zwei linke Hände haben. Praktisch ist auch der Kofferraum. Zwischen 485 und 1.500 Litern fasst das Gepäckteil. Da der Ladeboden rund 1,80 m lang und bis zu 1,20 m breit ist, führen Einkäufe im Baumarkt nicht gleich zu Beladungsproblemen.

Sechs Zylindertöpfe und 165 kW/224 PS sorgen im 320 CDI für entspanntes Reisen. Zwar bringen die zwei zur Auswahl stehenden Vierzylinder-Selbstzünder mit 100 kW/136 PS und 125 kW/170 PS den Fahrer von A nach B, der Sechszylinder bringt aber zur Leistungssteigerung noch motörlichen Wohlklang mit ins Spiel – ganz zu schweigen von 510 Nm, die ebenfalls ihren Anteil am relaxten Fahren haben. An dieser Grundstimmung hatte auch die butterweich schaltende Sieben Gang-Automatik ihren Anteil, die unauffällig effektiv die Gangwahl managte. Durchschnittlich flossen in unserem Testbetrieb 8,5 Liter (CO2-Ausstoß: 225 g/km) durch die Leitungen, damit lagen wir einen Liter über den angegebenen Wert. Angesichts der Leistung geht der Verbrauch aber noch in Ordnung, zumal die zwei kleineren Diesel in Verbindung mit einem Automatikgetriebe mit 6,7 und 6,8 Litern (CO2-Ausstoß: 178 g/km) angegeben sind.
Ab 45.900 Euro steht das T-Modell in der Avantgarde-Ausstattung beim Händler. Im Preis inklusive ist ein reichhaltiges Komfort-Sicherheitspaket. Zu letzterem zählen unter anderem sieben Airbags, das aus der S-Klasse übernommene adaptive Bremssystem und das Intelligent Light System. Das ESP überwacht zudem den Reifenluftdruck und umfasst eine automatische Gespannstabilisierung beim Fahren mit Anhänger. Safety first gilt auch für den Nachwuchs: Die integrierten Kindersitze, die auf Knopfdruck aus der Fondsitzbank klappen, sind jetzt auch mit einer Seitenkopfstütze ausgerüstet. Das leicht zu bedienende Navigationssystem verteuert das Fahrzeug um rund 3.000 Euro.

Text: Elfriede Munsch

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