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Horst Bieber: Sein letzter Tresor.
Grafit Verlag; 7,95 Euro

In den frühen Comics gab es die schwarz maskierte Panzerknacker AG, die Tresore aufschweißte und den Mitmenschen das Geld raubte. Mit soviel Romantik hat der Lebenslauf von Arthur Pullrich, genannt Pulle, nichts zu tun. Zwar ist er noch einer von der alten Garde, also handwerklich perfekt als Schränker. Da er bei seinem letzten Bruch verpfiffen wurde, hat er gerade eine wenig erfreuliche mehrjährige Haftstrafe abgesessen und beschließt er das Ende seiner beruflichen Laufbahn. Er arbeitet aushilfsweise im Supermarkt und richtet sich eine Gartenlaube wohnlich her. Alles scheint in Butter, wenn da nicht der Polizist Aloys Schule wäre. Der will Pulle den Bruch beim Briefmarkenhändler Karl Benninger anhängen, damals soll jede Menge Schwarzgold verschwunden sein. Schulte verfolgt Pulle mit geradezu paranoider Besessenheit. Als dann auch noch Pulles Nachbar unter nicht geklärten Umständen zu Tode kommt, gerät er in die Ermittlungen der Mordkommission. Der ehemalige Tresorknacker (wirklich ehemaliger?) hat nur eine Chance: Er muss selbst die Hintergründe um den Tod seines Nachbarn aufklären, um mit weißer Weste dazustehen. Was er dabei allerdings alles zu Tage fördert ahnt Pulle am Beginn seiner Ermittlungen nicht …

Autor Horst Bieber ist Doktor der Philologie (Dr. phil), hat Germanistik und dazu noch Philosophie und Geschichte studiert. Er arbeitet seit 1970 als Journalist bei der Wochenzeitung Die Zeit, seit 1997 als Chef vom Dienst. Er hat bisher sechzehn Krimis geschrieben, acht Krimihörspiele, einen Tatort und weitere Fernsehspiele.

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