In letzter Minute: Geschenktipps aus dem Medienregal

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Wer sich vorgenommen hat, die bevorstehenden Feiertage so ruhig wie möglich und mit Lese- und Hör-Stoff zu verbringen, dem seien folgende Neuerscheinungen ans Herz gelegt. Alle eignen sich zum Fremd- und zum Selberschenken.

Sie ärgern sich über den jährlichen Vorweihnachtsstress, über Geschenk- und andere Zwänge, denen Sie sich gar nicht so sehr entziehen können, wie Sie es eigentlich möchten? Dann geht es Ihnen wie dem Satiriker Dietmar Bittrich, dessen Weihnachtshasserbuch vom Titel her – streng genommen – eine Mogelpackung ist. Natürlich ist Bittrich kein Weihnachtshasser – ihm geht nur das Vorweg und Drumherum gewaltig auf die Nerven. Und er befindet sich in guter Gesellschaft. Das ging unter anderem Agatha Christie und Howard Hughes so, die ihrem Unmut in pointierten Worten Luft machten. Diese und andere Anekdoten zum Schmunzeln, Kopfschütteln und Nachdenken hat Dietmar Bittrich gesammelt (rororo; 7,90 Euro).

In den Werken ihrer populärsten Hausautoren haben Diogenes-Verleger Daniel Keel und Mitherausgeber Daniel Kampa gestöbert, um Weihnachtsgeschichten zu versammeln, die sie im Untertitel hinterhältig nennen. Auch das stimmt nicht so ganz – Patricia Highsmith, Heinrich Böll, David Sedaris und andere zeigen bloß, was selbst bei noch so sorgsam ausgeführten Weihnachtsvorbereitungen schief gehen kann. Den Titel Früher war mehr Lametta muss man nicht mehr erklären: Diese Klage von Opa Hoppenstedt alias Loriot ist, ebenso wie das Weihnachten bei Hoppenstedt, das zum Schieflachen danebengeht, seit über 20 Jahren ein Klassiker (9,90 Euro).

Ein ganz klassisches Verschenkbuch für Autofans ist die Neuausgabe einer Huldigung an einen Wagen, der nicht ohne Grund bis heute zahlreiche Fans hat und selbst 50 Jahre nach seiner Premiere in Design und Technik noch als wegweisend gilt. Die Göttin auf vier Rädern – der euphorische Beiname wurde von DS-Enthisuasten aus dem Kürzel phonetisch abgeleitet, die déesse eben – wird hier in Text und Bild porträtiert (Daniel Pouiboube/Immo Mikloweit: Das neue große Citroën-DS-Buch; Heel Verlag; 39,90 Euro).

Bei der Weihnachtsreise von Matthias Freihof und Stefan Kling (Buschfunk) sagt der CD-Titel ganz genau, worum es geht: Sie haben Weihnachtslieder nicht nur aus Deutschland, sondern unter anderem auch aus Frankreich, England, Russland und Polen aufgenommen und dabei auf jeden Bombast verzichtet. Das Besondere: Matthias Freihof – der vor einiger Zeit seine Dauerrolle als Inspektor im ZDF-Dauerbrenner Siska abgab, um sich verstärkt anderen künstlerischen Aktivitäten zu widmen – singt die Lieder in der jeweiligen Landessprache.

Besondere Beachtung verdient schließlich auch The Roger Whittaker Christmas Album. Als Schallplatte erschien es 1976 und wurde 2004 mit den Original-Titeln und dem Original-Cover auf CD veröffentlicht. Und hier zeigt sich, wo Roger Whittaker – später als Schlagersänger vor allem mit deutschsprachigen Titeln berühmt geworden – seine Wurzeln hat: The Roger Whittaker Christmas Album ist eine Weihnachts-CD, die den früheren Folk-Sänger von seiner besten Seite zeigt.

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