Ford Ranger Raptor: Emotional und funktional

Ford erweitert ab sofort seine Mittelklasse-Pickup-Baureihe um das Top-Modell Ranger Raptor. Pro Jahr erwartet Ford rund 1.000 Raptor-Verkäufe in Deutschland.

Die Preise für den von Ford Performance speziell für Off-Road-Enthusiasten entwickelten Ranger Raptor, ausschließlich mit Doppelkabine und zuschaltbarem Allradantrieb zu haben, beginnen bei 66.771 Euro.

Äußerlich unterscheidet sich der Raptor vom „Normalo“-Ranger durch neu gestaltete Stoßfänger, Alu-Trittbretter, ausgestellte Radhäuser und einen mächtigen Kühlergrill, der vom amerikanischen F-150 Raptor inspiriert wurde. Gegenüber dem Standard-Ranger kommt der Raptor nicht nur bulliger daher, er ist auch breiter, höher und länger. Der 5,40 Meter lange (+4,4 cm), 2,03 Meter breite (+16,8 cm) und 1,87 Meter (+5,2 cm) hohe Pickup bietet zudem 30 Prozent mehr Bodenfreiheit (28 cm) und sammelt Bonuspunkte mit einer Wattiefe von 85 Zentimetern (+5 cm) und jeweils größerem Böschungs- und Rampenwinkel. An den Haken dürfen allerdings nur 2.500 Kilogramm (gebremst 12%), das können Wettbewerber wie Mercedes X-Klasse, Nissan Navara und VW Amarok mit 3.500 Kilogramm gebremster Anhängelast besser. Die Anhängevorrichtung ist ebenso wie ein Hinterachs-Sperrdifferenzial (100 Prozent) serienmäßig an Bord.

Angetrieben wird der Fünfsitzer von einem Zweiliter-Vierzylinder-Biturbo-Diesel mit 213 PS. Die Kraft wird immer mittels einer sauber abgestimmten Zehnstufen-Automatik, die auch mit Schaltpaddeln manuell bedient werden kann, auf die Räder gebracht. Der Turbodiesel erreicht sein maximales Drehmoment von 500 Nm zwischen 1750 und 2000 Umdrehungen und fährt Spitze 170 km/h (abgeregelt). Den Sprint von Null auf Tempo 100 absolviert der Wagen in 10,6 Sekunden. Dabei benötigt er laut Hersteller im Schnitt 8,9 Liter Diesel. Bei einer ersten Ausfahrt lag unser Verbrauch bei knapp zehn Litern. Der Raptor überzeugte durch hohen Fahrkomfort und mit guter Geräuschdämmung. Der Motor gefällt durch kontinuierliche Leistungsentwicklung und mit kraftvollem Antritt. Abseits der Asphaltpiste zeigt der Raptor, dass er sich auch dort zu Hause fühlt. Er demonstriert sein Können als Arbeitstier. Hier stehen dem Fahrer vier Fahrmodi (Gras/Schotter/Schnee, Schlamm und Sand, Fels sowie Baja) zur Verfügung. Dank der Fox-Hochleistungs-Stoßdämpfer, die sich den unterschiedlichen Gelände- und Straßenbedingungen stets anpassen und der für den Raptor eigens entwickelten Bf Goodrich-Reifen ist der Pickup für unterschiedlichste Bedingungen bestens geeignet.

Serienausstattung wird im Raptor groß geschrieben. So sind unter anderem eine Zweizonen-Klimaautomatik, Xenon-Scheinwerfer, Audiosystem inklusive Navigation immer an Bord. Aber auch eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Auffahrwarnassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer, Fahrspurhalter und Verkehrsschilderkennung gehören zum Standard.

Fotos: Ford