Karneval: Nach der Feier nichts riskieren

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In den Karnevalshochburgen wird in diesen Tagen viel gefeiert. Das eine oder andere Bier gehört dann für viele „Jecken“ dazu. Rund um den Rosenmontag kommt es jedoch besonders häufig zu alkoholbedingten Unfällen im Straßenverkehr. Die Polizei verstärkt deshalb in dieser Zeit ihre Verkehrskontrollen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt für den sicheren Heimweg nach der Feier, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi umzusteigen. Denn auch zu Karneval gilt der Grundsatz: „Wer trinkt, fährt nicht und wer fährt, trinkt nicht.“

Allein in Nordrhein-Westfalen ereigneten sich zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch im vergangenen Jahr 146 alkoholbedingte Verkehrsunfälle. Dabei kam ein Mensch ums Leben, 55 Personen wurden verletzt. Der DVR fordert darum ein gesetzliches Alkoholverbot am Steuer. „Mit der Umsetzung eines Alkoholverbotes besteht die Chance, die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich zu senken“, erklärt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf.

Bereits ab 0,3 Promille und damit verbundenen Ausfallerscheinungen drohen strafrechtliche Konsequenzen. Ab 0,5 Promille Blutalkohol sind 500 Euro Bußgeld, vier Punkte im Verkehrszentralregister (VZR) und ein Monat Fahrverbot vorgesehen. Wer mit 1,1 Promille (absolute Fahruntüchtigkeit) oder mehr ein Kraftfahrzeug führt, muss mit einer empfindlich hohen Geld- oder mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen, wenn er einen Unfall verursacht. Ähnliches gilt für Karnevalisten, die unter Alkoholeinfluss mit dem Fahrrad fahren wollen: Ab 1,6 Promille werden Radfahrer als absolut fahruntüchtig eingestuft. Es drohen ein Bußgeld, die Auferlegung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) zur Fahreignung sowie der Entzug der Fahrerlaubnis.

Wer den Heimweg nicht zu Fuß antreten möchte, für den sind öffentliche Verkehrsmittel eine preisgünstige und gesellige Alternative zum eigenen Auto, Motorrad oder Fahrrad. Eine ruhige Heimfahrt dagegen bietet das Taxi. Ruhe empfiehlt sich auch für den Morgen danach, denn der Körper baut pro Stunde durchschnittlich nur 0,15 Promille Alkohol im Blut ab. Der verbleibende Restalkohol schränkt die Fahrtüchtigkeit stark ein. Deshalb heißt es auch hier: Hände weg vom Steuer.

Text und Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR)

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