Buchtipp der Woche (1)

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Jussi Adler-Olsen: Verachtung. Deutscher Taschenbuch Verlag; 19,90 Euro.

Der Mann schreibt klare, anschauliche Sätze. Und nicht selten solche, bei denen es der Leserschaft kalt über den Rücken läuft. So freundlich, wie er sich im persönlichen Gespräch gibt, so klirrend kalt lesen sich manche Figuren, die er entwirft – und man hofft, dass sie keine realen Vorbilder haben. Im vierten Fall, den Jussi Adler-Olsen seinem Ermittler Carl Morck und dessen Sonderdezernat Q in den Arbeitsalltag hineinwirft, geht es um eine Vermisstensache, nicht nur um einen Einzelfall. Und alle liegen fast ein Vierteljahrhundert zurück, trotzdem reichen sie bis in die Gegenwart. Nachdem der Däne, der erst mit Mitte 40 zu schreiben begann, mit wenigen Werken zu einem der erfolgreichsten Krimiautoren der Gegenwart wurde, kann man schon sagen: Typisch Adler-Olsen.

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