CD-Tipp der Woche

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Glenn Frey: After Hours. (Universal)

Vielleicht sagt Ihnen der Name auf Anhieb nichts. Oder Sie denken spontan an The Heat Is On, den Top-Hit von 1985, der seinerzeit rauf- und runtergespielt wurde und bis heute immer wieder zu hören ist. Aber man kann den Namen von Glenn Frey kaum erwähnen, ohne seine Bedeutung als Gründungsmitglied der Eagles herauszustellen, und dann hat man fast automatisch Hotel California im Ohr. Auch ein Klassiker – bis heute.

Es führte aber auf eine falsche Spur, mit den genannten beiden Songs Appetit auf After Hours machen zu wollen. In seinem sechsten Soloalbum insgesamt – und dem ersten seit 17 Jahren! – orientiert sich Glenn Frey, mittlerweile 63, an Tony Bennett, Nat King Cole, Dinah Washington, Brian Wilson und Randy Newman. Das zielt nicht in erster Linie auf den Chart-Erfolg, das schielt nicht primär auf Verkaufszahlen. Gut so. Neuinterpretationen hat er einspielen wollen, keine reinen Coverversionen. Und After Hours ist – ganz großes Glück! – keines jener Alben von Stars in reiferen Jahren mit Titeln, die sich als Kollektionen mehr oder minder ähneln. Ganz offen hat Glenn Frey eingeräumt, dass er Zweifel hatte, der Herausforderung After Hours in etwas mehr als zwei Jahren Produktionszeit gewachsen zu sein. Er ist es, ganz eindeutig.

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