X-Raid: Team macht weiter mit Peterhansel

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In Zeiten schneller Wechsel, flüchtiger Kooperationen und windiger Vertragsverhältnisse setzt das monster energy-x-raid-Team unter der agilen Führung von Sven Quandt eher auf bewährte Kontinuität und seriöse Partnerschaft. Stéphane Peterhansel und sein Copilot Jean-Paul Cottret bleiben Team-Mitglieder des deutsch-internationalen Teams. Die Vertragsverlängerung reicht auf jeden Fall bis inklusive der Dakar 2013. Auch bei der nächstjährigen Südamerika-Veranstaltung wird das 2012 siegreiche Gespann mit einem Mini All4 Racing antreten, was bei einer Veranstaltung Mini United im südfranzösischen Le Castellet fest geschrieben wurde. Nicht verraten allerdings wurde, welcher Rennmotor den erfolgreichen Mini in Zukunft antreiben wird. Die Frage darf deshalb gestellt werden, weil die Konkurrenz mit bärenstarken und schnellen V6- und V8-Benzinmotoren den Diesel-Mini's ordentlich eingeheizt hat. Und da BMW (als Mit-Mutter der Minis) ja starke 8-Zylinder Benziner in der DTM einsetzt, wäre da möglicherweise à la longue eine Änderung in der Bestückung mit Triebwerken erkennbar, zumindest aber eine Option. Denn: Schwerer als die Reihen-6-Zylinder-Dieseltriebwerke sind die V8-Benziner auch nicht.

Zur Vorgeschichte der Vertragsverlängerung: Das x-raid-Team wurde von Sven Quandt 2002 gegründet, begeht also 2012 sein 10-jähriges Firmenjubiläum. Sicherlich auch ein Grund, den 46-jährigen Peterhansel mit einem weiteren Vertrag zu belohnen. Bereits ein Jahr nach der Gründung gewann der Ex- Alpinski-Star Luc Alphand auf einem BMW X5 für das Haus die Dakar-Dieselwertung und wiederholte diesen Erfolg 2004. Ende 2010 dann die faustdicke Überraschung bei x-raid: Der bis dahin sehr erfolgreiche X3 wurde ergänzt durch den neuen Mini All4 Racing. Premiere: die Dakar 2011. Fahrer: Guerlain Chicherit. Nach forscher und spektakulärer Aufholjagd atomisierte Chicherit sein flammneues Kronjuwel bei einem Bremsentest an einem Ruhetag außerhalb aller Wertungsprüfungen in unnötig-peinlicher Weise. Teamchef S. Quandt war stinksauer und überhaupt nicht very amused, verbannte Chicherit fortan aus dem Team und … baute weitere Minis auf, die dann in 2011 von Erfolg zu Erfolg getrieben wurden. Der Mut zum Risiko und zum neuen Modell hatte sich gelohnt. Firmenchef und Topp-Fahrer zeigten sich in Le Castellet auch mit Herz. Peterhansel: Der Dakarerfolg in diesem Jahr zählt für mich zu den schönsten meiner insgesamt 10 Siege (6 x Motorrad, 4 x Auto), weil ich damit dem Team endlich das zurückgeben konnte, was es in vielen Jahren für mich getan hat. Allerdings überlegte ich auch: Höre ich mit dem professionellen Rallyesport nun auf oder mache ich weiter? Auch Teamchef Quandt zeigte sich gerührt: Als wir zusammen auf dem Siegerpodium in Lima standen, war das ein unvergessliches Erlebnis. Aber jetzt liegt noch viel Arbeit vor uns, um auch 2013 wieder ein gutes Ergebnis einzufahren.

Text: Frank Nüssel/CineMot
Fotos: Team

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