CD-Tipp der Woche

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Rotfront: VisaFree. Sie singen von Wodka und Knoblauch, sie mischen Disco, Heavy Metal und Klezmer. Und während das vielzitierte Wort vom Gutmenschen ob inflationären Gebrauchs längst – zumindest dann und wann – einen eigenartigen Beigeschmack bekommt, glaubt man der Berliner Band Rotfront, wenn sie ihre Musik als Modell für eine bessere Welt verstehen. Nicht nur, weil sie statt Wildkirschtee und Wollsocken eben Knoblauch und Wodka hochleben lassen.

Das ist Tanzmusik vom Besten, und es ist nichts, was bloß ob der Auflage eingespielt wird, auf dass es sich um Himmels willen rasch verkaufen möge. Es ist globaler Pop in internationaler Besetzung: Rotfront, das sind ein Ukrainer, zwei Ungaren, ein Australier und vier Deutsche. Hip Hop mit Berliner Schnauze, osteuropäische Turbopolka, mediterrane Melodien und Rockriffs. Einen der treibenden Köpfe hinter Rotfront mag man aus einem anderen Zusammenhang kennen: Gitarrist und Sänger Yuriy Gurzhy hat – zusammen mit Wladimir Kaminer – die Russendisko populär gemacht.

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