Erste Erfahrungen: Volkswagen Beetle

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Er war der Spitzname für „das Auto“ schlechthin und das Fahrzeug, dem die Deutzschen nach dem Krieg ihre Mobilität wieder verdankten. Der Volkswagen, der als „Käfer“ Millionen von Verkehrsteilnehmern wieder auf die Räder stellte. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg tat er das, was ihm seine Wolfsburger Väter auch via eindrucksvoller Werbung mit auf den Weg gegeben hatten: Er lief und lief und lief Bis im Werk in Mexiko endlich der letzte Käfer vom Band lief. Zu diesem Zeitpunkt aber hatte es längst einen „Käfer aus der Mottenkiste“ geben: Ein als Nachfolger avisiertes Fahrzeug mit dem Namen „Beetle“. Der verkaufte sich inzwischen mehr als eine Million Mal weltweit. Jetzt haben die Wolfsburger den „Beetle des 21. Jahrhunderts“, wie sei selbst vollmundig behaupten auf die Straße gebracht. Ab Oktober dieses Jahres soll er auf deutschen Straßen rollen. Und dabei, mit wechselnden Namen weltweit, wieder mehr an seinen Urvater, den „Käfer“ seligen Angedenken, erinnern.

Denn die Bezeichnungen für den „Beetle“ waren so individuell wie seine Besitzer. Käfer nannte man ihn im deutschsprachigen Raum, Bug hieß er in Nordamerika. In den südamerikanischen Anden hieß er Peta (Schildkröte), die Indonesier nannten ihn Kodok (Frosch), die Dänen bezeichneten ihn gar als „schwangeren Rollschuh“. Die Neuauflage des Fahrzeugs mit den phantasievollen Namen soll jetzt wieder mehr Volkswagen der frühen Jahre auf die Beine stellen, ohne dabei in reines Retro-Design zu verfallen. Etwas dynamischere, sportlichere, glattere Flächen.

Die Silhouette ist in der Tat enger an den Ur-Käfer angelehnt: Flachere und gerader gestellte Scheiben, ausdrucksvollere Radkästen mit mächtigen Gummiwalzen. Dazu ein knackiger, aber nicht aufdringlicher Heckspoiler und kurze Überhänge. Genau so wichtig wie der optische Auftritt aber ist das Innenleben: Der neue Beetle ist richtig erwachsen geworden. In jeder Beziehung. Er kommt daher mit einer breiteren Spur, verlängertem Radstand und einem Kofferraum, dessen Innenleben um 100 Liter angewachsen ist. Mit umgeklappten Rücksitzen fasst der Beetle jetzt 905 Liter. Das ist jetzt ein richtig alltagstaugliches Auto geworden.

Und unter der Haube: Das Einsteigermodell mit 105 PS TSI-Motor und 6-Ganggetriebe soll sich in Verbindung mit dem BlueMotion-Technology-Paket – 5,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer begnügen und dabei 129 g CO2/km ausstoßen. Der kleine Diesel (1.6 TDI/ ebenfalls 105 PS) beschränkt sich nach den Herstellerangaben auf 4,3 Liter Dieselkraftstoff pro 100 Kilometer und emittiert dabei 112 g CO2/km. Die bereits reichlich üppig ausgestattete Basisversion 1.2 TSI beginnt bei 16.950 Euro. Insgesamt kommen auf dem europäischen Markt drei Benziner von 105 bis 200 PS zum Einsatz, außerdem zwei Selbstzünder mit 105 und 140 PS. Alle Triebwerke sind – je nach Leistung – mit dem 6 bzw. 7-stufigen Doppelkupplungsgetriebe zu kombinieren.

\x09Zur Individualisierung gibt es diverse Sonderausstattungen: Lederbestuhlung, Lenkräder, verschiedene Radio-/Navigationssysteme. Erstmals präsentiert Volkswagen auch eine Fender-Soundanlage mit insgesamt 400 Watt, die mächtig Dampf in den Innenraum bringt.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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