Erste Erfahrungen: Suzuki Kizashi 4×4

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Mit dem Kizashi wagte Suzuki – spezialisiert vor allem auf Klein- und Kompaktfahrzeuge und Geländewagen – vor gut drei Monaten den Sprung in die Mittelklasse. Mit etwas mehr als 300 zugelassenen Fahrzeugen wurden die ohnehin nicht all zu hohen Erwartungen der Japaner auf dem deutschen Markt allerdings nicht erfüllt. Einen Schub erhofft sich der Hersteller jetzt mit der zweiten Antriebsvariante, dem Kizashi 4×4. Ebenso wie das Erfolgsmodell Swift wird es den „großen Bruder“ in Zukunft mit einem Allradantrieb geben, technisch allerdings in etwas abgeänderter Form.

Mit Swift und Kizashi haben die Japaner jetzt in fünf insgesamt Baureihen Allrad-Versionen im Angebot. Technisch identisch sind allerdings nur der Kompakt-SUV SX-4 und das Mittelklasse-Modell Kizashi. Beide sind mit dem intelligenten Allradantrieb „i-AWD“ ausgerüstet, um für die notwendige Traktion zu sorgen. Der 4,65 Meter lange Kizashi schöpft als Allradler wie als Fronttriebler 178 PS aus seinem 2,4-Liter-Benzinmotor.

Mit 205 km/h Endgeschwindigkeit ist der neue 4×4 um zehn km/h langsamer als die frontgetriebene Version, bietet für 29.900 Euro allerdings in der Mittelklasse eine umfangreiche Ausstattung. Zum Serienumfang gehören unter anderem das Stabilitätsprogramm ESP, sieben Airbags, Bremsassistent, Glasschiebedach, Xenonscheinwerfer, Tempomat und Ledersitze sowie Zweizonen-Klimaautomatik.

Die Fronttriebler-Variante ist bereits als 26.900 Euro erhältlich, für die zusätzlichen 3000 Euro gib es aber nicht nur das intelligente Allradsystem „i-AWD“, sondern auch das stufenlose CVT-Getriebe mit Schaltwippen am Lenkrad und eine Berganfahrhilfe. Der Fahrer aktiviert an einem kleinen Schalter (links im Armaturenbrett) bei Bedarf das Allradsystem. Dann wird über eine elektromagnetische Lamellenkupplung die Hinterachse zugeschaltet, sobald es an der Vorderachse an Traktion mangelt und Schlupf auftritt. Das Antriebsmoment verteilt sich dadurch flexibel auf beiden Achsen.

Suzuki sieht sich auf dem Markt mit dem Kizashi 4×4 vor allem im Wettbewerb mit dem Subaru Legacy, dem Škoda Octavia 4×4 und dem VW Passat 2.0 TDI 4Motion. Andere Modelle, beispielsweise einen Audi A4 Allroad quattro, zählt man aufgrund der höheren Preise nicht zu den direkten Konkurrenten. Suzuki rechnet damit, dass sich in Zukunft ein Viertel aller Kizashi-Kunden für die die Allrad-Version entscheiden.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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