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Wer meint, es ginge nicht mehr kleiner, nicht mehr kompakter, nicht mehr niedlicher und dabei doch sicher, flott, angenehm, hübsch anzusehen und einfach pfiffig, der hat diesen Nippon-Zwerg noch nicht gesehen. Hereinspaziert, liebe Leser von www.kues.de in den ulkigsten kultigsten Gugelhupf auf Rädern, den wir je präsentiert haben: den Toyota iQ.

Ein Auto von weniger als drei Metern Außenlänge, so hoch wie ein Barhocker und doch Platz für eine Skatrunde bieten könnte, bei der einer noch den Kiebitz spielen kann. Das ist der Toyota iQ, mit Designerpreisen überhäuft, seit Anfang dieses Jahres auf der Straße und jetzt auch noch mit einer neuen richtig starken Quelle für die Kraftübertragung ausgestattet. Wir fuhren den kleinsten Viersitzer der Welt – eigentlich bezeichnet sogar Toyota selbst den rasenden Hasenkasten als 3+1-Sitzer – mit dem stufenlosen Getriebe multidrive: Was nichts anderes bedeutet, als dass die intelligente Getriebetechnik selbst dafür sorgt, in der jeweils angepassten Fahrstufe die 99 PS des 1,33-Liter-Benzinmotor entsprechend auf die Straße zu bringen.Um es vorweg zu nehmen: Sowohl in der Stadt, wo die mobile Hutschachtel ja eigentlich zu Hause ist, wie auch bei flotten Überlandfahrten entwickelt dieses so unscheinbar geformte Auto, das ein wenig so wirkt, als habe man vergessen, seine Kanten glatt zu bügeln einen Fahrkomfort, den man nicht vermutet hätte. In diesem immer umfangreicher werdenden Segment der Marke Liliput zumindest nicht.

Da kommt richtig was aus dem Keller. Eine Beschleunigung, der man durchaus das Attribut der Fahrdynamik verleihen kann, die den iQ mit Komfort und ausgewogen abgefedert in die Gesellschaft seiner großen Blech-Brüder schickt. Die Anordnung der Räder in den äußersten Ecken des Fahrzeugs lässt den iQ quasi selbstsicher trotzig auf niedrigem Schwerpunkt in sich selbst ruhen, ohne dabei klobig zu wirken.

Überhänge der Karosserie sucht man vergebens, die Konzentration der gesamten Fahrzeugmasse innerhalb des kurzen Radstandes führt dann auch zu großer Agilität und Benutzerfreundlichkeit. Kurzum: mit diesem Auto macht es Spaß zu fahren, wobei wir sogar die Möglichkeit hatten, multidrive und manuelle Sechsgang-Schaltung miteinander zu vergleichen. Fazit: multidrive ist einfach multimäßig besser. In jeder Hinsicht.

Phänomenal ist das Platzgefühl. Die beiden vorderen Reisenden haben ohnehin keine Probleme, Kopf und Haxen anständig unterzubringen. Dank der geschlankten Rücksitzlehnen und der hohen Dachkante mutet auch das Sitzen in der zweiten Reihe beileibe nicht wie Isolationshaft an, sondern geht noch recht kommod über die Bühne. Da das herkömmliche Handschuhfach durch ein sogenanntes Pocket ersetzt wird, wurde auch auf der Beifahrerseite noch einmal zusätzlicher Raum geschaffen. Eine Weltpremiere ist sogar der Heckairbag im nach hinten abschließenden Teil des Fahrzeugs.

Wir ermittelten einen Benzin-Verbrauch von 5,1 Liter auf 100 Kilometer. Ein Wert, zu dem auch die Start-Stop-Automatik erheblich beiträgt. Dieses System senkt den Kraftstoffverbrauch um bis zu drei Prozent. Es stellt im Stand bei eingelegtem Leerlauf automatisch den Motor ab, sobald der Fahrer auskuppelt und den Fuß vom Kupplungspedal nimmt. Bei erneuter Betätigung des Pedals lässt es den Motor automatisch innerhalb einer Sekunde wieder an. Stets an Bord sind außerdem eine Klimaautomatik, das Smart-Key-System, elektrisch heranklappbare Außenspiegel und ein Audiosystem. In der Version mit dem 1,33-Liter großen Benziner und multidrive-Getriebe kostet der Toyota iQ 16.800 Euro, die preiswerteste Variante gibt es bereits ab 12.900 Euro.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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