Jetzt auch Toyota: Die Auto-Giganten verlassen fluchtartig die Formel 1

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Das Teamsterben in der Formel 1 geht weiter, die Wirtschaftskrise trifft den großen Rennzirkus bis ins Mark. Nachdem im vergangenen Dezember der japanische Automobilriese Honda aus Kostengründen darauf verzichtet hatte, weiter in der Formel 1 vertreten zu sein, folgte im Laufe dieser Saison die Mitteilung des deutschen Herstellers BMW, sein Engagement im großen Rennzirkus nach dem Ende der Saison ebenfalls zu beenden. In einer offiziellen Pressemeldung lässt die Toyota Motor Company (TMC) verlauten: Angesichts der auf absehbare Zeit geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können auch die kurz- und mittelfristigen Motorsportaktivitäten von Toyota nicht ausgenommen werden, wenn es gilt, limitierte Budgets zu verteilen.

Am Mittwoch dieser Woche folgte der nächste große Schlag. Auch der Branchenprimus, der japanische Autogigant Toyota wird wegen der katastrophalen Geschäftslage im kommenden Jahr bei der Hatz um Punkte und Pokal in der Formel nicht mehr mitmachen. Toyota erklärte seinen sofortigen Ausstieg aus dem Wettbewerb. Das heißt, dass auch der deutsche Formel-1-Pilot Timo Glock (im Bild zweiter von links im Kreis der deutschen Fahrer) für die nächste Saison ohne einen Arbeitsplatz in der Luft hängt. Glock wird allerdings mit dem französischen Hersteller Renault für ein Cockpit in der Saison 2010 in Verbindung gebracht.

Die Japaner waren vor sieben Jahren mit einem großen Budget und großen Erwartungen in die Formel 1 eingestiegen. Trotz eines geschätzten jährlichen Etats von 350 Millionen Euro konnte das Team, für das neben Glock auch der Italiener Jarno Trulli fährt, bisher noch keinen Sieg in der welthöchsten Motorsportklasse einfahren. Im Werk in Köln-Marsdorf hängen an dieser Entscheidung etwa 350 Arbeitsplätze.

Quelle: Toyota

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