Riese. Mit Herz für Zwerge

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In Sachen Hybrid-Technik hat sich Toyota seit der Einführung der ersten Generation des Prius (Bild links als Öko-Fahrzeug in einem Sonnenblumen-Feld) im Jahr 1997 auf dem deutschen Markt einen Namen als Vorreiter gemacht. Auch weil die Modellpalette der Fahrzeuge mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor bei der Schwestermarke Lexus konsequent ausgebaut wurde. RX 400h, GS 450h und LS 600h tragen mit dazu bei, dass bereits im Mai diesen Jahres die Zahl von einer Million verkauften Hybriden erreicht wurde.

Die nächste Stufe der Hybrid-Entwicklung nennt sich Plug-in-Technik (siehe dazu Bild links). Toyota ist der erste Automobilhersteller, der in Japan ein Fahrzeug mit dieser Technik auf die Straße bringt. Dessen Ziel ist es, ohne Verwendung eines Verbrennungsmotors die begrenzten Einsatzmöglichkeiten des Elektro-Antriebs zu erweitern. Plug-in bedeutet übersetzt so viel wie einstecken, steht in diesem Fall für die Möglichkeit, das Automobil an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose aufzuladen. Ergänzend zum Testbetrieb der erweiterten Hybrid-Technologie sind aber auch Versuche im europäischen Straßenverkehr mittlerweile in Erwägung gezogen.

Mit einer Ausweitung des Hybrid-Angebotes, aber auch weiteren Fahrzeugen im Kleinwagensegment und der Entwicklung innermotorischer Maßnahmen will der japanische Automobilriese sein Engagement bei der Entwicklung umweltfreundlicher Automobile weiter forcieren. So wie etwa beim weltweit leichtesten Verbrennungsmotor, einem 1.0 Liter VVT-i, der bereits bei 3.600 Umdrehungen pro Minute 93 Newtonmeter an Drehmoment zur Verfügung stellt und 68 PS leistet. Auch dies unter dem Gesichtspunkt, dass mittlerweile jeder siebte Liter Kraftstoff in Europa im Stau verbrannt wird.

Mit dem Urban Cruiser, einem neuen Stadtfahrzeug mit SUV-Eigenschaften, geht Toyota einen neuen Weg bei den Sports Utility Vehicles. Der auch mit Allradantrieb erhältliche Urban Cruiser mit seinem robusten Erscheinungsbild ersetzt den dreitürigen RAV4, dessen Produktion mittlerweile eingestellt wurde. Dank kompakter Abmessungen (3,93 Meter lang, 1,72 Meter breit und 1,54 Meter hoch), bei einem gleichzeitig geräumigen Innenraum, hat das neue SUV Platz für fünf Personen und Gepäck. Seine Vorteile spielt er vor allem im Asphaltdschungel der Großstadt aus.

Ab dem Frühjahr kommenden Jahres wollen die Japaner nicht nur mit dem Urban Cruiser, sondern auch mit dem iQ, der auf weniger als drei Metern Länge Platz für drei Erwachsene und ein Kind bietet, ein völlig neues Raumkonzept vorstellen. Der iQ soll wahlweise von zwei Benzinmotoren und einem Dieseltriebwerk befeuert werden. Der Verbrauch aller Motoren soll unter vier Liter auf 100 Kilometer liegen. Aufgrund der asymmetrischen Gestaltung des Armaturenbretts kann der Beifahrersitz ein ganzes Stück nach vorn geschoben werden, so dass hinter diesem ein weiterer Mitreisender Platz findet. Hinter dem Fahrersitz des 3+1-Sitzers kann noch wahlweise entweder ein Kind oder entsprechendes Gepäck mitgenommen werden.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Jürgen C. Braun, Hersteller

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