Erste Erfahrungen: Mercedes C-Klasse 2007

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Vor einem Vierteljahrhundert staunte die Öffentlichkeit über den Baby-Benz. Der 190er war der erste kleine Mercedes und sein Erscheinen wurde durchaus kontrovers diskutiert. In diesem Frühjahr kommt mit der neuen C-Klasse die vierte Generation des kompakten Benz auf den Markt.

Größer, sicherer, komfortabler, sparsamer und stärker sollte die C-Klasse werden. Dazu mit einem attraktiven Äußeren neue Kundengruppen ansprechen und die bisherigen gleichzeitig zufrieden stellen: Eine Aufgabe, die das Entwicklungsteam intelligent gelöst hat. Erstmals gibt es einen Mercedes mit zwei Gesichtern: Der klassische Mercedes-Stern prangt auf dem Kühler der Classic- und Elegance-Modelle während die Avantgarde-Kunden den Stern auf dem Grill vor sich herfahren.

Die Limousine ist gegenüber dem Vorgängermodell um 55 Millimeter auf 4,58 Meter gewachsen. Für den Komfort wichtiger ist jedoch der um 45 Millimeter auf 2,76 Meter verlängerte Radstand sowie die Breite der Karosserie. Hier legte die neue C-Klasse um 42 Millimeter auf 1,77 Meter zu. Das schafft Platz für einen großzügigen Innenraum. Nutzt man den sehr großen Verstellbereich der Vordersitze nicht komplett aus, bietet die neue C-Klasse auf allen vier Sitzplätzen ein angenehmes Raumgefühl. Wer vorne sitzt, genießt Oberklassekomfort, wobei die gewonnenen Zentimeter Breite in Schulterhöhe besonders raumschaffend wirken. Dazu passt das luftige und aufgeräumte Interieur-Design. Alles ist da, wo man es vermutet, die Knöpfe sind auf das notwendige Maß reduziert.

Raumkomfort und die neue Auswahl beim Design gehen bei der C-Klasse einher mit mehr Komfort und Agilität. Was sich bislang scheinbar ausschloss, nämlich eine Federung, die auch grobe Stöße elegant pariert und ein Fahrwerk, das sportliches Handling bietet, haben die Techniker zusammengeführt. Agility Control nennt Mercedes das Paket, das dafür sorgt, dass die C-Klasse auch unter extremer Belastung sportlich die Contenance wahrt.

Damit Komfort und Agilität auch adäquat umgesetzt werden können, haben die Mercedes-Techniker auch die Motoren überarbeitet. Besonderes Augenmerk widmeten sie der Weiterentwicklung der Vierzylindermotoren. Bei den Benzinern steigt die Leistung des Basismodells C 180 K von bisher 105 kW/143 PS auf 115 kW/156 PS, das maximale Drehmoment verbessert sich von 220 auf 230 Newtonmeter. Der C 200 K geht mit einem 15 kW/20 PS stärkeren Motor an den Start. Er leistet 135 kW/184 PS und erreicht ab 2.800/min eine maximale Durchzugskraft von 250 Newtonmetern. Mit diesen modifizierten Motoren verbessern sich die Fahrleistungen und Verbrauchswerte der Vierzylindermodelle deutlich. So sprintet der C 200 K eine halbe Sekunde schneller auf 100 km/h und verbraucht mit 7,9 Liter 0,5 Liter weniger als im bisherigen Modell (CO2 188 g/km)

Auch die Vierzylinder-Diesel wurden optimiert. Mit 100 kW/136 PS leistet der Basisdiesel C 200 CDI elf Prozent mehr als das Vorgängermodell. Das Volumenmodell C 220 CDI legt um 20 PS auf 125 kW/170 PS zu. Beide Diesel kommen mit 6,1 Litern 100 Kilometer weit. (CO2 160 g/km) Keine Überarbeitung bedurften die V6-Motoren. Zur Wahl stehen drei Benziner mit 150 kW/204 PS, 170 kW/231 PS und 200 kW/272 PS und der C 320 CDI mit 165 kW/224 PS. Bis auf den C 350 sind alle Motoren mit manuellen Sechsgang-Getrieben kombiniert. Wer lieber schalten lässt, bekommt für die Vierzylinder eine Fünfstufen-Automatik, die V6-Motoren erhalten optional die 7G-tronic. Im C 350 ist dieses Getriebe serienmäßig eingebaut.

Besonderen Wert legt man bei Mercedes traditionell auf die Sicherheit. Die neue C-Klasse erhält nun Sicherheitstechnik aus der Oberklasse. Das präventive Insassenschutzsystem Presafe (optional) ist mit Fahrsicherheitssystemen wie ESP und Bremsassistent verknüpft und kann kritische Fahrmanöver bereits im Ansatz erkennen.

Erstmals in dieser Fahrzeugklasse ist auch das Intelligent Light System lieferbar, das in fünf Lichtprogrammen auf typische Fahr- und Wettersituationen abgestimmt ist. Sieben Airbags, darunter ein Knieairbag für den Fahrer und zwei großflächige Windowbags, schaffen ausreichend Polsterfläche um die Unfallfolgen so gering wie möglich zu halten.

Viel Wille zur Kontinuität beweisen die Schwaben bei der Preisgestaltung: Das Einstiegsmodell bleibt mit 29.888 Euro unter der 30.000 Euro-Marke und das bei deutlich verbesserter Leistung.

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