Erste Erfahrungen: Mini Cooper und Cooper S / 2006

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Das Original war Kult, die Neuauflage schlug 2001 ein, was das Zeug hält (mehr als 800.000 verkaufte Einheiten) und bescherte BMW schwarze Zahlen. Jetzt steht nach nur fünf Jahren Laufzeit die zweite Generation des Mini vor der Tür. Den Puristen unter den Mini-Liebhabern sei gesagt. Auch der Neue ist als ein solcher sofort zu erkennen, wenngleich die Weiter-Entwicklung seines Designs als wagemutig bezeichnet werden darf. Völlig neu sind dagegen neben der Gestaltung des Innenraums vor allem die von BMW gemeinsam mit Peugeot entwickelten neuen Vierzylinder-Motoren, die die Franzosen im 207 ihre Arbeit verrichten lassen. Ab Ende des Jahres, werden die Münchner zunächst die beiden stärkeren Versionen Cooper und Cooper S auf den Markt bringen. Im kommenden Jahr folgen dann die Einstiegsvariante One und das Dieselmodell.

Beeindruckende Agilität und sprichwörtlichen Fahrspaß bieten sowohl der neue Mini Cooper S mit einem 1,6 Liter großen und 175 PS starken Vierzylinder-Turboaggregat als auch der Mini Cooper, der von einem 120 PS starken 1,6 Liter Vierzylinder-Saugmotor beatmet wird. Wie ein Go-Kart, so die Experten-Meinungen nach der Premiere des Remake vor fünf Jahren, lasse sich der neue Mini fahren und genau das gleiche Feeling trifft auch auf die beiden ersten Derivate der zweiten Generation zu. Das Auto klebt förmlich an der Straße, ein neu konstruiertes Fahrwerk setzt gegenüber dem Vorgänger in Sachen Genuss noch einmal einen drauf.

Während der Cooper eine Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h bei einem Durchschnittsverbrauch von 5,8 Liter (Werksangaben) erreicht, ist der Cooper S 225 km/h schnell. Die Preisliste für den Cooper beginnt bei 17.350 Euro, für den Cooper S muss der geneigte Mini-Liebhaber mindestens 21.050 Euro auf den Tisch des Hauses BMW legen. 6,9 Liter soll sich der aufgeladene Vierzylinder pro 100 Kilometer reinziehen.

Aufgrund der neuen Bestimmungen zum Fußgängerschutz erhielt der neue Mini eine etwas voluminösere Front mit neu gestaltetem Hexagon-Kühlergrill. Neu sind auch die großen Rundscheinwerfer, in die jetzt die Blinkleuchten integriert sind. Dadurch gewinnt die Front an charakteristischen Konturen; ein zusätzlicher Blickfang sind die unterhalb der Scheinwerfer angeordneten Positionsleuchten. Gegenüber dem Vorgänger-Modell wirkt die Silhouette der zweiten Generation etwas dynamischer. Dies vor allem deshalb, weil sich die Seitenansicht zum Heck hin noch mehr verjüngt als bisher. Eine wuchtigere Schulterpartie zum Abschluss des Karosserie-Designs verstärkt dieses Merkmal noch einmal.

Im Innenraum wartet der Neue mit einem vollkommen neuen Design auf. Mehr Beinfreiheit für Fahrer und Beifahrer, hochwertige Materialien und eine unverwechselbare Gestaltung des Cockpits sind die hervorstechendsten Merkmale. Die zentrale Anzeigeneinheit – das so genannte Center Speedo – weist erheblich mehr Funktionen auf und beinhalt zudem das Display des optionalen Navigationssystems. Der Clou ist jedoch die neue Beleuchtung, die ein Teil des optionalen Lichtpakets ist und dem Innenraum zu einem wunderbaren Ambiente verhilft. Der Lichtfarbton dieser dezent von oben herabstrahlenden Wasserfallbeleuchtung kann in fünf Stufen zwischen warmem Orange und sportlichem Blau variiert werden.

Zum serienmäßigen Sicherheitspaket tragen die kraftvollen Bremsen und ein neues Lenkungssystem ebenso bei wie sechs Airbags. Alternativ zum serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe können Mini Cooper S und Mini Cooper auch mit einem neu entwickelten Sechsgang-Automatikgetriebe ausgestattet werden, das über Schaltwippen am Lenkrad bedient werden kann. In der demnächst schumi-losen Zeit würde BMW wohl sagen: Schalten wie Nick Heidfeld.

Text: Jürgen C. Braun

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