Caravan Salon 2006 (Düsseldorf)

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Es gibt mindestens zwei gute Gelegenheiten sich einen Überblick über das Caravan- und Reisemobilangebot zu machen. Fährt man zu Ferienbeginn in Urlaub, ist die Chance groß, im Stau zu stehen. Die Wartezeit lässt sich ein wenig durch das Betrachten der vielen Wohnwagen und Reisemobile verkürzen. Von klein bis groß, von preiswert bis luxuriös, die rollenden (oder stehenden) Zuhause der Mit-Stauenden sind vielfältig. Einfacher und entspannter ist allerdings ein Besuch bei einer der großen Caravan-Messen, vor allen Dingen, wenn man sich auch das Innenleben der Caravans in Ruhe anschauen möchte.

Am 26. August öffnet der Caravan-Salon in Düsseldorf als weltweit größte Freizeit-Messe ihre Pforten. Bis zum 3.September zeigen hier über 500 Aussteller in elf klimatisierten Hallen und auf 200.000 m2 ihre Modelle für das Jahr 2006/07. Die Hersteller gehen recht optimistisch in das neue Modelljahr. Zum einen gehen sie davon aus, dass viele Interessenten wegen der Mehrwertsteuererhöhung ihre Kaufabsichten noch in diesem Jahr tätigen werden. Zum anderen hält wohl der Boom bei den Reisemobilen an. Europaweit wurden im vergangenen Jahr knapp 81.100 von ihnen verkauft. Fast alle Nutzfahrzeughersteller wie zum Beispiel Mercedes, Ford, VW oder auch Fiat haben in diesem Jahr ihre Plattformen für die Reisemobile geändert. Daher präsentieren die Hersteller von Reisemobilen ihre erneuerte Produktpalette. Auffällig ist der Trend zu auffallenden Außenfarbkombinationen. Nur gediegene Silber- oder Weißlackierungen gehören der Vergangenheit an. Sorgen bereitet eher die Entwicklung bei den Caravans. Die Verkaufszahlen gehen seit Jahren zurück. Preiswerte Einsteigermodelle für Familien sollen Abhilfe schaffen.

Im Folgenden ein kurzer Überblick über wichtige Neuheiten:

Bei Bürstner setzt man für die neue Saison überwiegend auf den Fiat Ducato als Chassisfahrzeug. Der neue Ducato ist 50 bis 70 Kilogramm leichter geworden, so dass es einfacher ist die Gewichtsbegrenzung von 3,5 Tonnen einzuhalten. So wurden unter anderem die Teilintegrierten Marano und Solano überarbeitet. Neue Außenfarben und eine erweiterte Komfortausstattung machen die Modelle attraktiv. Insgesamt stehen acht Baureihen und 34 Versionen zur Auswahl. Um wieder mehr junge Leute und Familien für den Camping-Urlaub zu begeistern, bietet Bürstner das preiswerte Caravan Modell Premio. Neben einem durchdachten Grundriss punktet der Wohnanhänger durch sein geringes Gewicht. 85 Prozent aller neu zugelassenen Pkw dürfen einen Premio ziehen.

Beim Konzernpartner Hymer hat sich ebenfalls viel getan. Insgesamt umfasst die neue Produktpalette acht Reisemobile mit 48 Baureihen. Im Mittelpunkt dürfte die Hymer B-Klasse stehen. Der Klassiker wurde grundlegend überarbeitet. Ebenfalls neu gestaltet wurde der Caravan Eriba-Nova S. Gedacht für die komfort-orientierte und zahlungskräftige Kundschaft bleiben bei diesem Modell kaum Wünsche offen.

Zum 75 jährigen Bestehen kann der Hersteller Dethleffs mit Rekordumsatzzahlen aufwarten. Damit dies auch so bleibt, gibt es ebenfalls viele Neuerungen und Verbesserungen. So wurde die Advantage-Baureihe durch eine integrierte und teilintegrierte Variante ergänzt. So gibt es den Advantage in drei Aufbauarten und 21 Grundrissen. Daneben kann der Kunde zwischen einer Basic und Luxus-Ausstattung wählen. Bei der Inneneinrichtung seiner Modelle hat Dethleffs die Ergebnisse einer Frauenbefragung berücksichtigt. Neue Schubfächer oder ein verschiebbarer Waschtisch resultieren zum Beispiel daher.

Fendt baut nicht länger ausschließlich Wohnwagen, sondern hat wieder Reisemobile im Programm. Die drei Teilintegrierten T 580, 590 und 595 basieren auf dem Iveco. Zwischen 6,82 m und 7,30 m sind diese Modelle lang. Der T 595 spricht vor allem die Befürworter von getrennten Betten an. Diese befinden sich im Heck des Fahrzeuges. Im Anschluss an die Betten folgt dann der Waschbereich mit integrierter separater Dusche. Außerdem hat der Hersteller sein Caravan-Programm überarbeitet und ergänzt.

Text: Elfriede Munsch

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