CD-Tipp der Woche

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Lüül: Zeitreise (Indigo)

Als seine Autobiographie beschlossene Sache war, hatte meine Freundin die Idee, dazu auch eine CD mit Musik aus meinen musikalischen Stationen der verschiedenen Epochen von 1972 bis 2004 zu kompilieren. Da ich grundsätzlich das mache, was sie sagt, wählte ich meine Favoriten nach persönlichen künstlerischen und biografischen Kriterien aus, erklärt Lutz Ulbrich – kurz Lüül – die Entstehung der CD Zeitreise. Wie ernst er den Gehorsam gegenüber der Lebensgefährtin nimmt, muss ja nicht wirklich überprüft werden und muss genau so wenig völlig ernst gemeint sein, aber die Zeitreise mitzumachen, ist ein lohnendes Unterfangen.

Über 30 Jahre Musik sind stichprobenartig auf diesem Silberling versammelt. Kriterien zur Auswahl? Künstlerische, persönliche und biographische – sagt Lüül selbst. Beim Hören der Tracks fallen mir so viele Geschichten und Gesichter ein und mich überkommt so eine Freude, die ich hoffentlich mit den Zuhörern teilen kann.

Ein Highlight sind zwei Titel von Lüüls Solo-LP … und ich, die hier erstmals auf CD zu hören sind. Diese CD machte Lüül unversehens zu einem Vertreter der Neuen Deutschen Welle, obwohl ich mich nie als NDW Künstler gesehen hatte, so Lüül. Und – die CD brachte ihm einen TV-Auftritt in der Formel Eins- die Sendung mit den Videoclips zu den damals stets aktuellen Pop- und Rock-Titeln, heute Kultobjekt vieler Fernsehfans – ein.

Ingsesamt spannt die Zeitreise einen Bogen von Reich der Träume – Reminiszenz an wilde Jahre, Rausch inklusive, an die charismatische Künstlerin Nico – über Morgens in der U-Bahn, seinen bis heute größten Hit unter eigenem Namen bis zu Mach das Leben schön. Der Song hat sich quasi als Motto in mein Leben geschlichen, sagt Lutz Ulbrich alias Lüül selbst und hat ihn bewusst und passend als Ausklang für die Hör-Zeitreise in eigener Sache ausgewählt.

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