Fiat: Das Auto hört auf Wort

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Wenn man beim Thema Multimedia im Auto Fortschritte erzielen will, liegt es nahe, sich mit dem Marktführer für Computeranwendungen zusammen zu tun. Fiat kooperiert folgerichtig mit Microsoft und bringt die gemeinsame Multimedia-Plattform Blue&Me dieser Tage auf den Markt.
In der unscheinbaren schwarzen Box, die dezent im Handschuhfach des Grande Punto versteckt ist, steckt ein kleiner Computer, der das Auto in die Microsoft-Welt einbindet. Per USB-Anschluss kann man beispielsweise einen MP3-Player anschließen und dann über das Autoradio oder die Lenkradtasten steuern. Viel einfacher ist es aber, gleich einen Datenstick mit MP3, WAV oder WMA-Daten einzustöpseln. Dieser wird vom System als Laufwerk erkannt: Alle Ordner, Titel, Interpreten, Genres und dergleichen mehr werden eingelesen und können vom Lenkrad aus bedient werden. Was läuft, sieht man am Display im Armaturenbrett.
Außerdem verbindet Blue&Me via Bluetooth jedes Mobiltelefon, das über diesen Nahbereichsfunk verfügt und, Novum, liest auch dessen Telefonbuchspeicher in das System ein. Bis zu fünf Telefonbücher mit jeweils tausend Einträgen merkt sich Blue&Me und verbindet automatisch, wenn das passende Telefon an Bord ist. Blue&Me kann aber nicht nur Daten lesen, es kommuniziert auch mit dem Fahrer per Sprache. Als erstes System auf dem Markt ist es voll sprachgesteuert. Das heißt, es reagiert nicht nur auf vorher gelernte Befehle, sondern findet die Telefonbucheinträge oder Musiktitel auf Zuruf nach Namen. Auch Wählen nach gesprochenen Zahlen in normaler Sprechgeschwindigkeit geht.

Blue&Me kostet für den Fiat Grande Punto 220 Euro. Damit schlägt es beim Preis und in der Funktion jedes derzeit auf dem Markt befindliche Sprachsteuersystem bei allen Herstellern. Es wird sukzessive in allen Fiat-Konzernbaureihen angeboten.

Text: Günter Weigel

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