Temperamentvoller Spanier mit Golf-Genen und schickem Design

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Im Juni tritt der Seat Altea auf die automobile Bühne. Der erste neue Seat seit der Einordnung in die Audi-Markengruppe in 2002 soll die Kundschaft ansprechen, denen der Golf zu klassenlos und der Touran zu flexibel ist. Damit besetzt der Spanier eine neue Nische innerhalb des VW-Konzerns und darf sich fortan Multi Sport Vehicle (MSV) nennen. Dass der Seat Altea auf dem Golf V basiert, sieht man ihm äußerlich nicht an. Man könnte auch sagen, dass der Altea bewusst anders sein will. Schließlich will man sich innerhalb des VW-Konzerns keine Konkurrenz machen. Jedes Fahrzeug soll eine eigene Klientel ansprechen. Beim Altea steht ein schickes Blechkleid im Lastenheft. Die Front wird durch den Chrom-Grill mit dem Seat-Logo geprägt und die großen Scheinwerfer geben dem Auto einen markanten Gesichtsausdruck. Die Scheibenwischer arbeiten gegenläufig und verschwinden bei Trockenheit unter den Blenden der A-Säule. Am prägnantesten wirkt der Spanier von der Seite. Er wirkt durch die schwungvolle Dachlinie sportlich elegant und im Zusammenspiel mit der kraftvollen Gürtlinie wohl proportioniert.

Auch im Inneren hat der 4,28 m lange Viertürer Schokoladenseiten. Dazu zählt das großzügige Raumangebot. Das Auto ist im Vergleich zum Golf zwölf Zentimeter höher, was sich besonders für die Fondbenutzer auszahlt. Die haben keine Probleme mit der Kopffreiheit und können sich auf der Hinterbank wohl fühlen. Zumindest solange sie diese nur zu zweit belegen. Der dritte Passagier auf der Rückbank sollte hingegen sehr schmal um die Hüfte gebaut sein, sonst passt er nicht auf die ihm zugedachte Nische. Gut ablesbare Instrumente, eine logische Anordnung der Bedienelemente, ein griffiges Lenkrad und eine gute Übersicht lassen beim Fahrer Freude aufkommen. Das Ambiente punktet mit guter Verarbeitung, doch hätten die Designer bei der Zusammenstellung der Materialien mehr Sorgfalt verwenden können. So wirkt das Armaturenbrett auf den ersten Blick sehr ansprechend, verliert aber nach dem Abtasten deutlich an Wertigkeit. Schade, auch wenn so natürlich der Abstand zu dem teureren Konzernbruder Audi gewahrt bleibt. Die Vordersitze geben einen guten Halt und sind straff gepolstert. Praktische Ablagen nehmen den automobilen Krimskrams auf. Der zweibodige Kofferraum fasst 409 Liter, was für das Urlaubsgepäck ausreicht. Durch Umlegen der Rücksitze steigt dieser Wert auf 1.320 Liter an.

Vier leistungsstarke Motoren aus den VW-Regalen verleihen dem Altea einen flotten Antritt. Die Benziner leisten 102 und 150 PS, die Dieselaggregate sorgen mit 105 und 140 PS für ordentlichen Vorschub. Bei ersten Testfahrten in der Umgebung von Barcelona konnten vor allen Dingen der Zweiliter FSI Direkteinspritzer (Spitze: 206 km/h, Verbrauch: 7,7 Liter) und der 140 PS starke Zweiliter TDI (Spitze: 201 km/h, Verbrauch: 5,8 Liter) ihr Temperament auf der Straße beweisen. Das straff ausgelegte Fahrwerk passt gut zum Charakter der Motoren und sorgt auch bei schnellen Kurvenfahrten für Bodenhaftung. Beide Motoren sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Wer will, überlässt das Schalten beim FSI einer Sechsgangautomatik mit sequenzieller Tiptronic oder beim TDI dem bereits aus Golf, Touran und Audi bekannten direktschaltenden Sechsgang-Automatikgetriebe DSG.

Der Altea tritt in vier Ausstattungsvarianten (Reference, Sport, Stylance, Sport-up) an, schon in der Basisversion sind sechs Airbags, ESP, die Traktionskontrolle TCS und Kopfstützen auf allen Plätzen mit an Bord. Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorne, eine Audioanlage und ein in der Höhe und axial verstellbares Lenkrad gehören ebenfalls zum Serienumfang. Die Preise beginnen ab 16.890 Euro. Weitere Preisangaben und die genauen Spezifikationen der höheren Ausstattungen stehen zurzeit noch nicht fest.
Elfriede Munsch

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