ADAC Truck-Grand-Prix: 2021 Teils live, teils interaktiv

Seit dreieinhalb Jahrzehnten bekannt unter dem Kürzel „Trucker“, ist der Truck-Grand-Prix des ADAC auf dem Nürburgring im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht im jährlichen Veranstaltungskalender in der Eifel. Wie so viele andere Veranstaltungen im öffentlichen Raum ist das „Festival der dicken Brummer“ aber auch von der Corona-Pandemie betroffen. Nachdem Rennen und die von Tausenden besuchten Konzerte mit Country-Music im vergangenen Jahr dem Virustreiben zum Opfer fielen, gibt es am Wochenende vom 16. bis 18. Juli zur 35. Wiederkehr eine "Hybrid"-Veranstaltung.

Viele der bekannten jährlichen Angebote wie das Konzert in der Müllenbachschleife, Trucker-Camp oder der riesige Korso, ein lauter und bunter Lindwurm an liebevoll herausgeputzten und geschmückten Schwerlastfahrzeugen aller Art und aus aller Herren Länder, fallen entweder unter den Tisch oder werden durch digitale Angebote ersetzt. Camp und Korso wurden auf 2022, so hoffen zumindest Veranstalter und Ausrichter, verlegt.

Tickets gibt es ausschließlich online unter www.nuerburgring.de/events. Dort sind der Zeitplan mit Training, Rennen der FIA Race Trucks und der IDM Superbike im Rahmenprogramm ebenso wie eine Anleitung zur Ticketbuchung nach dem derzeit geltenden Hygienekonzept als PDF hinterlegt. Die Buchung eines Tickets ist nur für Geimpfte, Genese und Getestete mit entsprechendem Nachweis möglich. Das Ticket wird per Mail zugeschickt, es muss ausgedruckt und mitgebracht werden. Es gilt das Tragen einer medizinischen Maske, auch auf dem Tribünensitzplatz.

Zum sportlichen Geschehen: Der ADAC-Truck-Grand-Prix ist die größte und bedeutendste Veranstaltung der Truck-Europameisterschaft der FIA. Zu dieser Serie gehören insgesamt acht Renn-Wochenenden, die auf verschiedenen europäischen Strecken ausgetragen werden. Ca. 20 Racetrucks mit mehr als 1200 PS fahren bis zu einem abgeregelten Tempo von 160 km/h Höchstgeschwindigkeit um Punkte in der FIA-Race-Truck-Championship. Die „Leuchttürme“ des Fahrerfeldes, also die bekanntesten und erfolgreichsten Fahrer sind der sechsfache Truck-Europameister Jochen Hahn, der Spanier Antonio Albacete, der Ungar Norbert Kiss und Lokalmatador Sascha Lenz. Fahrzeuge der Marken Iveco, MAN, Freightliner oder Scania dominieren das Geschehen.

Der veranstaltende ADAC bezeichnet einen seiner jährlichen Top-Auftritte auf dem Ring in diesem Jahr, der Not gehorchend, als „Hybrid-Event“. Ein schön gewählter Fachausdruck aus der Automobiltechnik. Der Verband versteht darunter eine Veranstaltung, die „an einem physischen Ort stattfindet und gleichzeitig von einem Live- und interaktiven Publikum online besucht wird.“ Wer mehr wissen will, also was er vor Ort oder im Netz erleben will, der findet weitere Infos unter truck-grand-prix.de/digital/

Fotos: ADAC Mittelrhein

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