Kia: Stromern mit dem E-Soul

Seit zehn Jahren ist der Kia Soul jetzt auf dem Markt. Obwohl er seinerzeit das Segment der kleinen kompakten SUV mitbegründete, wurde er eher milde belächelt. Vor fünf Jahren gab es in der zweiten Generation bereits eine Elektro-Version. Jetzt schalten die Koreaner den Verbrenner bei dem „Schuhkarton-Auto“ ab. Das Ergebnis ist der E-Soul.

Der Neue ist ein buntes, hübsch anzusehendes Elektro-Fahrzeug geworden mit vielen modernen Applikationen und Systemen. Eines in zwei Leistungsstufen: Mit 136 PS ab 33.990 Euro und mit größerer Batterie und 204 PS ab 37.790 Euro. Für die 136-PS-Variante geben die Autobauer aus Fernost eine Reichweite von 276 Kilometern an. 452 Kilometer sind es bei der stärkeren Version. Das ist dann schon einmal ein Wort bei einer Höchstgeschwindigkeit von 167 km/h.

Der E-Soul ist ein richtig gelungener Mix aus topaktuellem Design und Alltagstauglichkeit. Viel Platz für die Passagiere bietet der Soul mit seiner hohen Konstruktion – hinten wie vorn. Ein poppiger Auftritt mit Zweifarb-Lackierung und Perlmutt-Optik ist ein richtiger Hingucker. Bunt (mit Disco-ähnlicher Flimmer-Optik) und munter (mit 10,25 Zoll großem Touchscreen für das Infotainment-System) geht es im Interieur weiter. Das Platzangebot im Kofferraum reicht von 350 bis 1340 Liter Stauraum.

Mit jetzt 4,20 Metern ist der E-Soul etwas länger als der konventionell motorisierte Soul. Dort, wo der klassische Kühlergrill beheimatet war, findet man jetzt eine kleine Klappe. Dahinter verbirgt sich der neue Schnellladeanschluss für den CCS-Stecker-Standard. An einer Schnellade-Station kann man den 136-PS-Akku in 40 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufladen. Am normalen Haushaltsstecker dauert das 12 Stunden. Um diese Werte (annähernd) erreichen zu können, gibt es vier unterschiedliche Fahrmodi. Das reicht vom Ecoplus-Programm, bei dem alles abgeschaltet wird, was nur im Verdacht stehen könnte, Energie zu verbrauchen bis zum Sportmodus, bei dem dann auch einmal etwas ökologische Unvernunft ins Spiel kommt. Über Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer die Rekuperation (Rückgewinnung von Bremsenergie in elektrische Energie) steuern.

Sinnvollerweise überlässt man das aber der Automatik, die sich auch am vorausfahrenden Verkehr orientiert. Dergestalt rollt das Elektro-Auto möglichst weit oder gewährt automatisch höchstmögliches energieeffizientes Bremsen. Zum Sicherheitskonzept gehören sieben Airbags und diverse Assistenz-Systeme. Neu ist das Infotainment-System UVO Connect, das nicht nur Online-Navigation ermöglicht: Mit ihm kann man auch Ladesäulen und Parkplätze suchen.

Der Kia e-Soul wird in den Ausführungen Edition 7, Vision und Spirit angeboten. Die Basisversion beinhaltet u. a LED-Scheinwerfer, Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration, Klimaautomatik und Smart-Key.

Der Einstiegspreis von 33.990 Euro gilt für die 136-PS-Version der Basisausführung. Die 204-PS-Variante des e-Soul kostet 37.790 Euro als Edition 7. Im Preis inbegriffen ist die 7-Jahre-Herstellergarantie, die auch für die Batterie gilt.