Kia ProCeed: Elegantes Kombi-Coupé

Der Kia Shooting Brake ersetzt künftig den bisher angebotenen Dreitürer der ProCeed-Familie. Ursprünglich dienten Shooting Brakes Jägern, die ein Fahrzeug mit mehr Platz für Jägerutensilien brauchten als normale Pkw boten. Der letzte Vertreter aus dieser vergangenen Ära ist der berühmte „Schneewittchensarg“ von Volvo, der bei weitem exklusivste Vertreter dieser Bauart war der Aston Martin Lagonda Shooting Brake, eine Spezialanfertigung für „Überbetuchte“. Und dann sind da noch die Mercedes CLS und CLA Shooting Brake-Modelle, die 2012 beziehungsweise 2014 auf den Markt kamen. Seit dem 19. Januar steht die dritte Karosserieversion der Kia Shooting Brake ProCeed in zwei Ausstattungsversionen GT-Line und GT - zu Preisen ab 27.690 Euro - beim deutschen Handel zum Verkauf bereit.

Optisch präsentiert sich der 1,80 Meter breite Koreaner, der in Europa designt und produziert wird, mit seiner abfallenden Dachlinie, stark geneigter Heckscheibe und den schmal zulaufenden Fenstern sportlich und elegant. In der Länge ist er – im Vergleich zum Kombi – um fünf Millimeter länger, aber dafür auch mit einer Höhe von 1,42 Meter um 43 Millimeter niedriger. Sein Radstand von 2,65 Meter – identisch mit den anderen Ceed-Versionen – sorgt für gute Platzverhältnisse. Der Gepäckraum, in dem ein Schienensystem für Ordnung sorgt, fasst bei voller Besetzung 594 Liter und kann bis auf 1.545 Liter durch Umklappen der geteilten Rückbank (40:20:40) maximiert werden. Das Ladevolumen des Ceed Kombi (625 bis 1.694 Liter) ist nicht viel größer. Auch im Innenraum geht es mit schwarzem Dachhimmel, Metall-Einstiegsleisten, Alu-Pedalen und unten abgeflachtem Lenkrad sportlich zu. Bereits bei der Basis-Version GT-Line sind LED-Scheinwerfer, Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera, Klimaautomatik und Assistenzsysteme wie Frontkollisionswarner, Spurhalter und –wechsler bis hin zum Müdigkeitswarner immer an Bord.

Für den Vortrieb im ProCeed GT-Line stehen ein 1,4-Liter-Turbobenziner (ab 27.690 Euro) mit 140 PS und ein 1,6-Liter-Turbodiesel (ab 29.590 Euro) mit 136 PS, die bereits aus der Limousine und dem Kombi bekannt sind, zur Wahl. Der agile Turbobenziner erreicht sein maximales Drehmoment von 242 Nm zwischen 1500 und 3200 Umdrehungen und entwickelt eine gute Kraftentfaltung. In 9,1 Sekunden meistert er den Spurt von Null auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Dabei benötigt er laut Hersteller im Schnitt rund 5,7 bis 5,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Die Normverbrauchswerte des Selbstzünders liegen laut Datenblatt zwischen 3,9 und 4,3 Liter.

Unter der Motorhaube des ProCeed GT werkelt ein 204 PS starker 1,6-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, der mit seinem maximalen Drehmoment-Bestwert von 265 Nm zwischen 1500 und 4500 min-1 eine üppige Durchzugskraft entwickelt. Den Sprint von null auf Tempo 100 meistert der Fünfsitzer in 7,6 Sekunden, bei 230 Stundenkilometern ist dann Schluss. Dabei soll er laut Datenblatt 6,8 Liter Kraftstoff konsumieren. Auf ersten flotten Testfahrten auf den Straßen rund um Barcelona lag unser Verbrauch bei zehn Liter.

Die Preise für das Top-Modell ProCeed GT beginnen bei 31.190 Euro. Die Kraft wird bei allen Motoren serienmäßig mittels einer Sechsgang-Schaltung, die knackig zu schalten ist, auf die Vorderräder gebracht. Optional für alle Motoren ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (Aufpreis 2.000 Euro) erhältlich. Bei den GT-Modellen haben die Ingenieure das Fahrwerk speziell abgestimmt um einen optimalen Fahrbahnkontakt in scharfen Kurven zu gewährleisten. Alle Motoren erfüllen die Euro 6d-Temp Norm. Der Diesel ist mit SCR-Kat und die Benziner mit einem Ottopartikelfilter ausgestattet.

Fotos: Kia