Peugeot zieht sich aus FIA Rallycross-WM zurück

Nun schon der zweite Rückzug des französischen Autoherstellers im Jahr 2018! Nach dem letzten Sieg in der FIA Cross-Country-WM anlässlich der Dakar zieht sich Peugeot nun auch aus der Rallycross-Szene zurück. Man fährt noch den Finallauf auf dem Killarney-Circuit bei Kapstadt, der zu den spektakulärsten des Jahres zählt, aber dann werden die Tore geschlossen, zum großen Bedauern der Fahrer- und Mechanikerteams.

Schade, denn Peugeot mischte nicht gerade erfolglos bei den Crossern mit, fuhren zwar nur einen Gesamtsieg ein, sorgten aber auch mit dem 9-fachen Rallye-Exweltmeister Sébastien Loeb für wahre Begeisterungsstürme auf den Rundkursen. Schließlich kam auch die gesamte Konkurrenz stets aus respektablen Häusern: Exfahrer aus DTM und von der Rundstrecke gaben sich hier richtig Saures zur Freude der Zuschauer.

Schon vor dem letzten Lauf steht Johan Kristoffersson aus Schweden auf einem VW Polo R als Gesamtsieger und Weltmeister fest. Ex-DTM-Legende Mattias Ekström (Audi A1 RS) folgt ihm auf Platz 2 und sein Teamkollege Bakkerud auf Rang 3. Weitere berühmte Namen aus der Teilnehmerliste: Rallye-Exweltmeister Petter Solberg (ehemals Subaru), hier auf einem POLO R unterwegs, liegt derzeit auf Platz 4. Loeb, zuletzt auf einem Peugeot 3008 DKR in der FIA Cross-Country-WM bei der Dakar unterwegs, hatte sich für die Rallycross-WM ebenfalls eingeschrieben. Ein für Peugeot sicherlich enttäuschender 5. Platz bei den Crossern und ein nur 3. Platz bei den Marken dürfte bei den Franzosen (hinter VW und Audi) mitverantwortlich für den Rückzug sein.

Bruno Famin, Sportdirektor bei Peugeot dazu: Unglücklicherweise haben wir es nicht hinbekommen, uns dauerhaft im Vorderfeld zu etablieren. Nun wollen wir wenigstens beim Finale in Kapstadt noch einmal zeigen, dass wir durchaus vorne mithalten können. Die Sponsorengelder für den Motorsport, vor allem die reichlichen von Red Bull, sind inzwischen umgeschichtet worden: alle 3 MINI Buggys von X-raid sind mit den Riesenlogos der Bullen für die nächste Dakar tapeziert. So schnell kann's also gehen…

Bilder: Peugeot