Baja Portalegre: Roma und Peterhansel ganz vorne

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Der letzte Lauf zum FIA Cross Country-Weltcup ist beendet. Bereits im Lauf zuvor, der Marokko-Rallye, war Jakub Przygonski auf dem JCW-Mini als Gesamtsieger bestätigt worden. Hieß für die Portalegre: eigentlich war die Luft etwas raus und nur wenige der Dakar-Favoriten traten noch an. So waren Nani Roma und Stéphane Peterhansel auf gleichen JCW-Mini vor Ort. Romas Arbeitsgerät auch für die Dakar, während der 14-fache Dakarsieger Peterhansel den Mini nur als Trainingsgerät nutzte, denn die Dakar wird er auf dem JCW-Mini Buggy bestreiten. Der aber war in seiner letzten Evolutionsstufe und allerletzten Verbesserungen noch nicht einsatzbereit. So hatte Teamchef Sven Quandt entschieden. Peterhansel holte sich also nochmal einen Schluck Rennatmosphäre, fand das Ganze schön und spannend, holte sich auch einen Tagessieg, Ehrensache. Und belegte unter dem Strich Platz 2 hinter seinem Teamkollegen Nani Roma, für den es heuer bereits der zweite Gesamtsieg war. Was kann einen Teamchef mehr freuen, als in einem Finale beide oberste Plätze zu belegen.

Die kleinen Diesel-Allradler aus Trebur surrten wie die Uhrwerke und hinterließen allenthalben freudige Gesichter. Generalprobe also gelungen. Zum Feld allfälliger Mitbewerber nur soviel: es waren fast ausschließlich lokale Rallye-Teilnehmer, die international eigentlich eher bislang zurückhaltend zu bemerken waren.

So nimmt es denn auch kaum Wunder, dass die Ränge 3-5 Namen aufwiesen, die sicherlich bei der Baja einen guten Job machten, sich freuen durften, mal gegen die Spitzenpiloten auf den Mini anzutreten. Aber schon Ferreira aus Portugal auf seinem gut gehenden Overdrive-Toyota Hilux hatte nach zwei Tagen satte elf Minuten eingebüßt auf Roma. Der Vierte, Joao Ramez, auf einem Hilux, war nur unwesentlich langsamer, aber die beiden Russen Andrey und Vladimir N., die unter Pseudonym starten auf einem G-Force, büßten schon 26 Minuten auf die Spitze ein.

Nun konzentrieren sich alle, die nach Peru fahren, auf das Rallye-Ereignis des Jahres 2019.

Text. Frank Nüssel/CineMot
Bilder: Teams