Mercedes Actros 2019: Kameras statt Außenspiegel

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Wenn der Mercedes Actros im Frühling 2019 ausgeliefert wird, ist er der erste Serien-Lkw, bei dem Kameras die Außenspiegel ersetzen. Die Technik soll sowohl Aerodynamik als auch Sicherheit und Fahrzeughandling verbessern. Ab der IAA Nutzfahrzeuge (20. bis 27. September) ist der Lastwagen bestellbar.

Das System besteht aus zwei außen am Fahrzeug angebrachten Kameras und zwei 15-Zoll-Displays, die sich innen an den A-Säulen im Fahrerhaus befinden. Dorthin wird das Kamerabild übertragen, so dass der Fahrer eine stark verbesserte Rundumsicht genießt. Mit einer speziellen Rangieransicht für das Rückwärtsfahren mit Trailer, einem Nachtsicht-Modus für die Dunkelheit und einer schnellen Aktivierungsmöglichkeit bei Verdacht auf Ladungsdiebstahl soll das System den Fahrer zusätzlich unterstützen. Zudem bietet der Wegfall der ausladenden Spiegel aerodynamische Vorteile, was unter anderem für eine Verbrauchsreduzierung von bis zu fünf Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell sorgen soll.

Auch im Pkw-Bereich wurde der Start kamerabasierter Außenspiegel bereits angekündigt. Das Elektro-SUV Audi E-tron wird das erste Serienauto sein, bei dem die klassischen Außenspiegel wegfallen und durch Kameras ersetzt werden. Die Bilder vom rückwärtigen Verkehr werden auf OLED-Bildschirmen in der Türverkleidung angezeigt, die sich der Fahrsituation anpassen und für Autobahn, Abbiegen und Rangieren jeweils spezielle Ansichten bieten.

Text: Hanne Schweitzer/SP-X
Foto: Mercedes