Erste Erfahrungen: Peugeot 2008 (Facelift)

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Rund drei Jahre nach der Markteinführung hat Peugeot seinen kleinen Abenteurer 2008 einer Frischzellenkur unterzogen. Der kleine Kraxler, der weltweit 585.000 mal produziert wurde, kommt jetzt optisch kräftiger daher. Der ab 9. Juni erhältliche Franzose sieht schmuck aus und die Preise beginnen bei 15.500 Euro für den 1,2-Liter-Dreizylinder mit 82 PS. Der Einstieg in die Dieselwelt liegt bei 20.200 Euro für den 100 PS starken Selbstzünder.

Äußerlich erkennt man den neuen 2008 am optischen Feinschliff mit neu gestaltetem Kühlergrill und etwas breiteren Radkästen mit Kunststoffbeplankung, die dem Wagen robuster wirken lassen. Am Heck fallen die neuen krallenförmigen Rückleuchten ins Auge. Unterfahrschutz vorne und hinten, die Dachreeling und 16 Zentimeter Bodenfreiheit runden das Bild des kleinen SUV ab. Bei gleichen Außenabmessungen bietet der 4.159 Millimeter lange Löwe auch innen gute Platzverhältnisse. Dank des Radstands von 2.538 Millimeter ist das Platzangebot auch im Fond gut bemessen. Angenehm ist, dass sich die geteilten Rücksitzlehnen mit einem Handgriff in Sekundenschnelle umklappen lassen und eine ebene Ladefläche entsteht Das Kofferraumvolumen kann von 350 Liter bei voller Besetzung auf 1.194 Liter maximiert werden. Hinzu kommt, dass der kleine Franzose nicht nur eine große Klappe hat, sondern auch eine niedrige Ladekante (60 Zentimeter) aufweist.

Bei den Motoren bleibt alles beim Alten, es stehen die bekannten Dreizylinderbenziner und der 1,6-Liter-Selbstzünder zur Wahl. Die Leistungsstufen des 1,2-Liter-Dreizylinders gehen von 82 PS über 110 PS bis hin zu 130 PS. Auf der Dieselseite steht das 1,6-Liter-Vierzylinder-Aggregat zur Verfügung, das 99 PS bzw. 120 PS leistet. Alle Motoren sind mit Ausnahme des Basisbenziners serienmäßig mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Die Kraft wird bei den Topmotorisierungen mittels einer knackig zu schaltenden Sechsgangschaltung auf die Räder gebracht und bei den kleineren Aggregaten ist eine Fünfgangschaltung zuständig. Eine Sechsgang-Wandlerautomatik (Aufpreis: 1.250 Euro), die sanft und präzise schaltet, ist nur für den 110 PS starken Dreizylinder im Angebot. Die Normverbrauchswerte liegen laut Hersteller zwischen 4,4 und 4,9 Litern bei den Benzinern und die Dieselaggregate benötigen im Schnitt zwischen 3,5 und 3,7 Liter. Auf ersten Testfahrten rund um Valencia stand uns der 110-PS-Dreizylinder mit Automatik zur Verfügung, der sein maximales Drehmoment von 205 Nm bei 1.500 min-1 erreicht. Der Automatik-Dreizylinder (ab 19.950 Euro) meistert den Spurt von Null auf Tempo 100 in 10,3 Sekunden und erreicht Spitze 188 km/h. Das Zusammenspiel von Turbolader und Hochdruckdirekteinspritzung ergibt eine gute Leistungsentfaltung und man ist flott damit unterwegs. Überzeugt haben die direkte Lenkung und das agile Handling. Die gute Durchzugskraft und das gut abgestimmte Fahrwerk sind positiv aufgefallen. Der Franzose liegt stabil auf der Straße und lässt sich wieselflink durch Kurven lenken. Auf dem ersten Ausritt lag unser Durchschnittsverbrauch um gute drei Liter über dem angegebenen Herstellerwert von 4,8 l/100 km. Angenehm ist auch die ausreichende Beinauflage der Vordersitze.

Angeboten wird der Löwe weiterhin in den Ausstattungsversionen Access, Active und Allure. Neu ist das optionale GT-Line-Paket (1.100 Euro), dass jedoch nur für die höchste Ausstattungsversion Allure verfügbar ist. Ab der Active-Version ist jetzt auch die Active City Brake für 200 Euro zu haben, die im Notfall bis Tempo 30 eine Vollbremsung einleiten kann.

Auch wenn es den 2008 nur mit Frontantrieb und nicht als Allradler gibt, was im Grunde genommen ein vernünftiger Trend, um Anschaffungs- und Kraftstoffkosten zu sparen, ist, so kann er sich in Matsch, Schnee und Sand mit dem optionalen Grip Control System (im GT-Line-Paket enthalten oder 200 Euro Aufpreis ab der Active-Version) bewähren. Das System gewährleistet eine Traktionsverbesserung und mittels Drehschalter können fünf verschiedene Programme angewählt werden.

Text und Fotos: Ute Kernbach