CD-Tipp – Ina Müller: 48

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Die Frau hat alles, um in einer angesagten Casting-Show mit Pauken und Trompeten durchzufallen. Was sehr für sie spricht, und als Gegenmodell zum Karriere-Entwurf vom Reißbrett ist Ina Müller, die ihre Karriere als nordlicht im Norden begann, tatsächlich seit Jahren bundesweit ein Begriff. Gute Einschaltquoten, ausverkaufte Hallen, respektable CD-Verkaufszahlen. Und alles mit Qualität.

48 ist sie inzwischen, und so heißt auch die neue CD von Ina Müller. Mit Frank Ramond hat sie den idealen Texter für das, was sie umtreibt. Sie schreit nur noch bei Zalando, Wenn dein Handy nicht klingelt, Pläne – das sind Themen mitten aus dem Leben, und zwar aus einem Leben, das nicht nur virtuell sattfinden oder nach allem fragt, was gerade in oder out ist. 48 kann man durchaus hören als Inas Nacht in musikalischer Form – jene Sendung also, in der Ina zum Beispiel Bjarne Mädel (ja, den Bär aus Mord mit Aussicht) zu einem frivolen Duett bewegt, bei dem Bärs Filmfrau Muschi tomatenrot anliefe.

Ach ja, und musikalisch gibt's auch was Neues. Zwischen Pop, Folk, Rock und klassischen Songwriter-Elementen zeigt sich Ina Müller vielfältiger denn je. Was nicht zuletzt an der Zusammenarbeit mit dem Musikerkollegen und Lebensgefährten Johannes Oerding liegen dürfte.

Ina Müller: 48. (105music)

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