Buchtipp – Gisela Kalow: Menschenskind

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Eine Fabel- hafte Geschichte mit Krähe, Katz' und Hund: eine Weihnachtsgeschichte für das ganze Jahr. Für die, die noch suchen. Aber auch für die, die sich schon gefunden haben, eine Art Klappentext. Die kurzen Textkompositionen sind wie Wortskizzen, einander ergänzend mit den wunderschönen, liebevoll gezeichneten, winterlich angehauchten Bildern, in denen das Leben zwischen Tieren und dem kleinen Menschen schwebend angedeutet wird. Man sollte die Texte mehrfach lesen, da sie zwischen Realität, Transzendenz, Allegorie und Metaphysik pendeln, aber gottlob nichts mit Esoterik gemein haben. Und dabei immer schön die Bilder anschauen. So wird's ein Genuss der seltenen anspruchsvollen Art. Kalows transparente, atmosphärisch starke Bilder – sehr erinnernd an Werke von Marc Chagall – erzeugen dann jene subtile. schon verloren gegangene Stimmung, die wir so sehr vermissen in der Vorweihnachtszeit, abseits von Kunst und Kommerz.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2013 neulich wieder gesehen und erneut entzückt gelesen von Frank Nüssel.

Gisela Kalow: Menschenskind. Kuse Verlag, 16,50 Euro

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