Baja Aragon: Vierfach-Sieg für X-raid-Team

Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

So langsam reibt sich die Konkurrenz immer häufiger die Augen bei den Cross Country Rallies: Die Dominanz der von X-raid gemeldeten Fahrzeuge wirkt erschreckend. Wie sonst wäre es zu erklären, dass bei der technisch schwierigen spanischen Wochenend-Rallye gleich 4 Mini's des Teams die Plätze 1,2,3,4 belegen. Somit wächst auch die Gefahr, dass diese Überlegenheit zu einem Verflachen der Spannungskurve in der Szene führt. Beispiele für ähnliche Entwicklungen gibt es genügend: Mitsubishis Pajero-Dauersiege bei der Afrika-Dakar, die Erfolge des VW-Race-Touareg bei den ersten 3 Südamerika- Dakars…Da stecken immense Finanzmittel hinter, so dass auch die Top-Techniker und Top-Fahrer der Weltspitze eingekauft werden können. Nur für die jeweiligen Bewerber oder Rennstalleigner ist nach den Dauersiegen alles Friede, Freude, Eierkuchen. Aber die Mitbewerber sind cahncenlos, werden nach hinten durchgereicht, finden kaum noch Sponsoren. Die Zuschauer bei den wenigen TV-Übertragungen finden's langweilig, immer nur dieselben Teams siegen zu sehen. Das ist in anderen Sportdisziplinen nicht anders.

Doch zurück zur Aragon: Nicht etwa der haushohe Favorit Stéphane Peterhansel machte das Rennen, sondern Stallgefährte Nani Roma, der somit heuer seinen 3. großen Sieg feiern durfte nach der Abu Dhabi und der Ruta 40. Nein, auch der 2, Platz wurde nicht vom 10maligen Dakar-Sieger belegt, da pfefferte sich der Argentinier Terranova hin, der mit dem pechschwarzen Mini. Peterhansel musste noch einiges drauflegen, um wenigstens den 3. Platz zu belegen und auf's Treppchen klettern zu dürfen. Ein früher Bremsscheiben- Platzer hatte ihn nach hinten geworfen. Und der derzeit Führende im FIA Cross Country- Weltcup? Krysztof Holowczyc mit Andi Schulz auf dem heißen Sitz, fuhr tapfer und flink genug über Stock und Stein, belegte den 4. Rang und ließ sich noch einen Batzen an Punkten für die WM gutschreiben: die unmittelbare Konkurrenz (Schlesser, Gadafin, Vassiliev, Zapletal etc.) hatte entweder schon vorher gekniffen oder kämpfte mit Technik, Landschaft und geringeren Etatmitteln, wie eben alle Privatteams, die ja die eigentliche Würze einbringen. Schade drum eigentlich. Quandt's Grand mit Vieren hatte gestochen. Wohin soll das noch führen?

Text: Frank NüsselBilder: S.Qu./X-raid

Scroll to Top