Erste Erfahrungen: Hyundai Santa Fe (2012)

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Hyundai setzt seine Modell-Offensive weiter fort. Nach den Neuerungen im Kompakt- und Mittelklassensegment sowohl bei Limousinen wie auch bei Kombis, präsentieren die Südkoreaner nun die dritte Generation ihres erfolgreichen SUV „Santa Fe.“ Dabei handelt es sich um kein sogenanntes „Facelift“ einer bereits bestehenden Modellreihe, sondern um eine komplette Neuentwicklung: Die dritte Generation, der man sogar – entgegen der gängigen Firmenpolitik – den bewährten Namen gelassen hat: Der Santa Fe bleibt Santa Fe und mutiert nicht, wie ursprünglich angenommen, zum ix 45.

Der Offroad-Bereich war von Beginn an eine der Kernkompetenzen von Hyundai seit dem ersten Auftritt auf dem deutschen Marktgeschehen. Seitdem hat sich vieles um das Standing des südkoreanischen Autobauers hierzulande verändert. Wohin die Reise des anerkannten Global player in den beiden vergangenen Jahrzehnten ging, wird deutlich an einem aktuellen Zitat von Geschäftsführer Markus Schrick bei der Einführung des neuen Santa Fe: „Wir haben noch nicht den Anspruch, im Premium-Segment angekommen zu sein, aber wir entwickeln uns Schritt für Schritt in diese Richtung.“ Kein Wunder also, wenn der Hersteller die Konkurrenz für den neuen SUV auch bei Audi, BMW, Mazda und Volvo sieht.
Was zeichnet den neuen Hyundai Santa Fe auf den ersten Blick gegenüber dem Vorgänger aus? Es sind viele neue Ausstattungselemente, ein höherer Komfort in allen Bereichen, eine neue, dynamischere Formensprache, der Hyundai den Namen „Storm Edge“ gegeben hat und eine ausgewogene Motorenpalette. Zu Letzterem gehört auch ein bereits Euro 6 tauglicher 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel. Wie bisher ist das Fahrzeug als Front- oder Allradler zu haben. Zur Wahl stehen zwei Dieselmotoren und einen Benziner.

Der neue Santa Fe wirkt etwas eleganter, ansprechender als der Vorgänger mit seinem doch noch sehr kantigen Auftreten: eine niedrigere Silhouette, eine flache Dachlinie, eine mit viel Schwung nach oben steigende Seitenscheibe hinter der B-Säule und dem markanten, aber nicht zu auffälligen Dachkantenspoiler. Auf Wunsch gibt es bis zu 19 Zoll große Räder, die den neuen Santa Fe wie einen Musekelprotz im Maßanzug aussehen lassen. Aufgrund des Radstands von 2,70 Metern fällt der Innenraum jetzt etwas großzügiger aus als bei Nr. 2.

Im neuen Santa Fe steckt jede Menge neuer, zukunftsweisender Technik. So wie etwa ein Abstandsregel-Tempomat oder ein Parking Assist System , das den Wagen selbstständig in Parklücken dirigiert. Der Fahrer muss dazu lediglich noch Gas und Bremse bedienen. Elektrisch verstellbare Sitze mit Memory-Funktion gehören in den gesteigerten Komfort-Bereich, ebenso wie Regen- und Lichtsensor. Bei den Sicherheits-Features kamen Xenon-Scheinwerfer sowie zahlreiche Assistenzsysteme hinzu.

Neben den gängigen Features wie ABS und ESP zieren den Hyundai-SUV jetzt das fahrdynamische Stabilitätsmanagement VSM, eine Berganfahrhilfe und eine Bergabfahrkontrolle. Optional gibt es einen Spurhalteassistenten und die variable Lenkung Flex Steer. Neu ist ein Knieairbag für den Fahrer. Ihre Premiere feiert im neuen Santa Fe eine aktive Motorhaube, die sich im Fall eines Zusammenstoßes mit einem Fußgänger blitzschnell anhebt und dergestalt die Folgen des Aufpralls erheblich abmindert.

Den Antrieb besorgen wahlweise zwei Dieseltriebwerke und ein Benziner. Der 2,4 Liter große Benziner leistet 193 PS und stellt ein Drehmoment von 245 Newtonmeter zur Verfügung. Die beiden Selbstzünder mit 2,0 oder 2,2 Liter Hubraum verfügen bis zu 197 PS. Sowohl der 2,0-Liter-Diesel wie auch das 2,2-Liter-Triebwerk sind mit einer variablen Turbolader-Geometrie ausgestattet. Je nach Motorisierung wird der neue Santa Fe mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder mit einer Sechsstufenautomatik angeboten. Die Preisliste für den neuen Hyundai Santa Fe reicht von 29.900 bis 42.380 Euro.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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