Timo Bernhard: KÜS-Botschafter auf Rang drei

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Langstrecken-Pilot und KÜS-Botschafter Timo Bernhard ist gut fünf Monate nach seinem unverschuldeten schweren Rennunfall offenbar wieder völlig gesund und auf der Höhe seines bekannten Leistungsvermögens. Der Porsche-Werksfahrer verpasste am Wochenende beim 44. ADAC Barbarossapreis, dem achten von zehn Läufen zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, nur knapp seinen ersten Triumph auf der Rennstrecke nach seiner langen Pause. Seinen ersten Einsatz hatte der im pfälzischen Dittweiler lebende gebürtige Saarländer bereits zwei Wochen zuvor beim Sechsstunden-Renn auf dem Nürburgring absolviert.

Gemeinsam mit Jochen Krumbach (Eschweiler) und dem Franzosen Patrick Pilet belegte der 30jährige im Porsche 911 RS GT3 des Manthey-Teams hinter zwei Audi R8 LMS Ultra Platz drei in einem hart umkämpften vierstündigen Rennen. Im Zeittraining hatte sich das Manthey-Trio bei abtrocknender Strecke die Pole-Position mit einer Zeit von 8:22,206 Minuten gesichert. Die Ehre des Startturns wurde – nach guter alter Manthey-Tradition – dem Nordschleifen-Rookie Pilet zuteil. Der wurde von Beginn an von Marc Hennerici (Mayen) im Timbuli-Porsche unter Druck gesetzt. Doch der Franzose blieb standhaft, und übergab den 911er in Führung liegend an den zweifachen Saisonsieger Krumbach. „Mein Stint war einfach genial“, freute sich Pilet. „Ich habe den Druck gespürt, aber die Ansage meines Teams war eindeutig: Bleib vorne, solange Du dich gut fühlst. Und da ich mich im Manthey-Porsche extrem wohl fühlte, habe ich alles darangesetzt, die Führung zu verteidigen.“Es folgte ein ebenso packendes Duell zwischen Timo Bernhards Teamkameraden Jochen Krumbach und dem Audi-Piloten Marc Basseng, das in einer Kollision der beiden Fahrzeuge bei der Boxeneinfahrt gipfelte. „Ich hatte leichte Bremsprobleme, so dass ich den Manthey-Porsche am Heck touchiert habe – das war keine Absicht und tut mir sehr leid “, erklärte Basseng nach dem Rennen. Zwar klagte Bernhard im finalen Stint über eine verzogene Spur am Manthey-Porsche, schnelle Rundenzeiten waren dennoch möglich. Im 20. Umlauf fuhr der KÜS-Botschafter mit 8:12,726 Minuten die schnellste Runde des Teams In Führung liegend steuerte Bernhard wenige Runden vor Schluss die Box an und büßte erst beim Nachtanken die Spitzenposition ein.

Nach seinem schweren Unfall in den Vereinigten Staaten im März dieses Jahres war Timo Bernhard froh, bei der Siegerehrung endlich wieder einmal auf dem Podium stehen zu dürfen. „Ich bin glücklich, nach den schwierigen Monaten in der Vergangenheit wieder da zu sein. Im Rennen hatte ich tolle Duelle und habe mich wirklich sehr wohl gefühlt. Es wäre heute mehr drin gewesen als der dritte Platz in der Endabrechnung. Umso mehr will ich in diesem Jahr noch einen Sieg auf meinem Konto verbuchen“, kündigte er noch weitere Attacken auf den obersten Platz des „Stockerls“ bei der Siegerehrung in diesem Jahr an.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Oliver Kleinz

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