Budenzauber Race of Champions: Vettel und Co. bei „ROC am Rhein“

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Spektakulärer Abschluss der Motorsportsaison unter Dach: In der Düsseldorfer „Esprit-Arena“ treten am kommenden Wochenende (3./4. Dezember) die „Meister aller Klassen“ beim „Race of Champions“ gegeneinander an. Mit dabei drei Formel-1-Weltmeister, der amtierende Rallye-Weltmeister, sowie aktuelle und ehemalige DTM-Champions.

Das offizielle Kürzel „ROC“ für „Race of Champions“ ist Synonym für das vorweihnachtliche Spektakel, das am kommenden Wochenende in der NRW-Landeshauptstadt vor Zehntausenden von Zuschauern stattfindet. Trotz des siebenfachen Weltmeister und PS-Idols Michael Schumacher: Der ungekrönte Superstar der Veranstaltung wird ein anderer sein: Sebastian Vettel, „Vettels“ unbestrittener Nachfolger auf „Schumis“ Thron in der Königsklasse. Vorzeitiger Titelverteidiger 2011, elf Siege, 15 Pole-Positions.

Es war ein Jahr voller Superlative für den Doppel-Weltmeister aus dem Odenwald, dessen Red-Bull-Team nur beim abschließenden Rennen in Brasilien ins Gerede kam. Der Erfolg von Vettels Teamkollege Mark Webber hatte ein „G’schmäckle“ von Stallorder und Morgengabe für den Australier, der 2011 mit Anstand den Geleitschutz für die Nr. 1 im Team und auf der Welt gab. Teamchef Chris Horner verkündete jedoch flugs die Version von massiven Getriebeproblemen in Vettels Fahrzeug.

Am Wochenende aber soll das alles Makulatur sein: Dann kommen sie alle, die hinter dem Steuer zeigen, was eine Harke ist. Schumacher, Vettel, Jenson Button: drei Formel-1-Weltmeister. Sébastien Loeb, der achtfache Rallye-Weltmeister. Sein von Citroën zu VW gewechselter „Kronprinz“ und „Deutschland“-Sieger Sébastien Ogier. Die DTM-Champions Martin Tomczyk, Matthias Ekström, Timo Scheider.

Für das „ROC“ verwandelt sich die Multifunktionsarena am Rhein in einen gigantischen PS-Lustgarten mit einer 600 Meter langen Parallel-Fahrbahn inklusive Brücke, auf der die Kontrahenten mit identischen Fahrzeugen gegeneinander antreten. Im vergangenen Jahr siegte überraschend der Portugiese Filipe Albuquerque. Die Fahrer treten in diesem Jahr in identischen Fahrzeugen (Audi R8 LMS, Volkswagen Scirocco R, Škoda Fabia Super 2000) gegeneinander an. Vettel, mit 24 Jahren der jüngste Teilnehmer im Feld, lässt seiner Vorfreude auf das Event freien Lauf und erinnert sich gerne an den Sieg im Nations Cup im vergangenen Jahr mit Michael Schumacher: „Das ist schon fast magisch – ein bisschen, wie ein Fußballspiel in einem vollen Stadion. Wirklich etwas ganz Besonderes.“

Die Idee des „Race of Champions“ geht auf die ehemalige Rallye-Weltklassefahrerin Michèle Mouton zurück, die dieses Event in den 80er Jahren mit verschiedenen Schauplätzen zum Ende einer Saison ins Leben rief. Am Samstag geht es ab 19 Uhr um den Nations-Cup, während am Sonntag von 14 bis 17 Uhr der „Champion der Champions“ mit viel Budenzauber ausgefahren wird. Eintrittskarten ab 19 Euro im Vorverkauf unter www.eventim.de

Die Teilnehmer des „ROC 2011“: David Coulthard, 13-facher Formel-1-Grand-Prix-Sieger; Jenson Button, Formel-1-Weltmeister 2009; Brian Deegan, Actionsport-Legende; Mattias Ekström, zweifacher DTM-Champion und dreifacher ROC-Gewinner; Timo Glock, Formel-1-Pilot, GP2-Champion 2007; Romain Grosjean, Champion GP2-Serie; Juho Hänninen, S-WRC-Champion 2011; Jan Kopecky, dreifacher Vizemeister in der ‚Intercontinental Rally Challenge’; Tom Kristensen, achtfacher Sieger der 24 Stunden von Le Mans; Sébastien Ogier, Sieger ADAC Rallye Deutschland 2011; Travis Pastrana, vierfacher ‚Rally-America’-Gewinner und X-Games-Legende; Witali Petrow, erster russischer Formel-1-Pilot; Andy Priaulx, dreifacher Tourenwagen-Weltmeister; Timo Scheider, zweifacher DTM-Champion; Michael Schumacher, siebenfacher Formel-1-Weltmeister; Martin Tomczyk, amtierender DTM-Champion; Sebastian Vettel, amtierender Formel-1-Weltmeister.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: United Pictures

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