Buchtipp der Woche (1)

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Georg Kreisler: Wien. Die einzige Stadt der Welt, in der ich geboren bin. Satiren. Atrium Verlag; 19,90 Euro.

Ich schrieb dieses Buch 1977, und 1987 wurde es von einem Wiener Verlag veröffentlicht und schnell wieder fallen gelassen. Ich freue mich sehr, dass der Atrium Verlag das Buch nun aus dem Donaukanal holt, in den es geworfen worden war. Denn gerade in der heutigen Zeit tut es wohl, Wien näher kennenzulernen. Nicht, dass ich empfehlen würde, dort den Urlaub zu verbringen, da wäre man in Weißrussland oder North Dakota besser dran, aber Wien ist eine Ausnahme von der übrigen Welt, es gehört zur Seele. Wenn Ihnen dieses Buch das komische Erlebnis ›Wien‹ näherbringen kann, dann ist das Ziel erreicht, das ich mir vor dreißig Jahren gesetzt habe. Sie werden sich wundern.

Das ist Georg Kreisler, wie man ihn kennt, ganz im Sinne der Tauben, die er im Park zu vergiften gedachte oder der alten Tanten, über die er einzigartig spottete. Hat Wien die spitze Zunge und die Feder des Satirikers beflügelt? Gut möglich. Am 22. November 2011 ist Georg Kreisler mit 89 Jahren gestorben, nach Angaben seiner Ehefrau an den Folgen einer schweren Infektion.

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