Erste Erfahrungen: Chevrolet Cruze (Hatchback/Fließheck)

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Chevrolet bietet sein Kompaktmodell Cruze ab sofort auch in einer Fließheckversion an. Die neue Modellreihe ist zwar neun Zentimeter kürzer als die viertürige Limousine, hat aber gegenüber dieser Karosserie-Variante einen Vorteil: die deutlich größere Heckklappe. Der Cruze, der in diesen Tagen bei den Händlern stehen wird, kostet mit Fließheck übrigens genau so viel wie die viertürige Limousine. Die Preisliste beginnt ab 14.990 Euro.

Mit Ausnahme einer Klimaanlage erhält der Kunde in dem wohl am heftigsten umkämpften Marktsegment ein Fahrzeug, das mit einer umfangreichen Serienausstattung aufwartet. Zur Markteinführung in diesen Tagen stehen zwei Benziner mit 1,6 und 1,8 Liter Hubraum sowie mit 124 oder 140 PS Leistung zur Verfügung. Mit beiden Triebwerken wird der kompakte Chevy nicht gerade zum Asphalträuber. Zudem täte ein lang übersetzter sechster Gang dem Auto gut. Das Fahrwerk dagegen ist eine gelungene Mischung zwischen komfortabel und nicht zu sportlich.

Den Löwenanteil bei den Verkaufszahlen dürfte allerdings die Variante mit dem 163 PS starken 2,0-Liter-Turbodiesel ausmachen. Gegenüber den beiden Otto-Brüdern macht er richtig Spaß, ist dynamischer und durchzugskräftiger. Kleiner Wermutstropfen: Weil der Selbstzünder nur in der höchsten Ausstattungsstufe erhältlich ist, beginnt die Preisgestaltung erst bei 22.450 Euro.

Der kürzere Fünftürer büßt im Vergleich zum Viertürer etwas an Kofferraumvolumen ein. Das Fassungsvermögen sinkt von 450 auf 415 Liter. Allerdings fährt sich der Neue etwas agiler und wird im Innenstadtverkehr auch beim Suchen nach einer Parklücke deutliche Vorteile haben. Vom Design her ist der neue Cruze sicherlich kein unbedingter Hingucker, aber er verbindet praktischen Alltagsnutzen mit einer angenehmen Erscheinung, an der man sich nicht irgendwann satt gesehen hat, weil sie einfach zu auffällig ist.

Im Innenraum spielt der neue Chevrolet Cruze etwas mit seiner US-Herkunft, beziehungsweise mit dem sehr viel emotionaleren Corvette. Das merkt man etwa beim Armaturenbrett, das die Wahlverwandtschaft mit dem reinrassigen Sportwagen offenbart: etwa mit der optisch zweigeteilten Armaturentafel. Optisch sehr gut und aufwertend machen sich auch die die Applikationen aus Stoff oder Leder auf der Armaturentafel. Auch an der notwendigen Kopf- und Beinfreiheit sowie an Ablage-Möglichkeiten im Innenraum fehlt es nicht.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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