Shelby Super Snake: Die Schlange beißt wieder

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Der Mann ist eine automobile Legende und hat sein Leben leistungsstarken Boliden verschrieben. Bereits mit seinen ersten Auftritten, bei denen Carroll Shelby in den sechziger Jahren bis zu 425 PS starke Achtzylinder in den britischen Roadster AC Ace verpflanzte und als giftige Cobra auf die Straßen und Rennstrecken schickte, schrieb der inzwischen 88 Jahre alte und noch immer agile Texaner Rennsportgeschichte. Ford entdeckte ziemlich bald das Talent des Mannes und band ihn in sein Motorsportprogramm ein. Das Ergebnis waren Erfolge in Le Mans und später eine ganze Serie von Sondermodellen, die allerdings im Laufe der Jahre ihren eigenständigen Charakter verloren. Die Shelby-Plakette an den biederen Serienmodellen bürgte nicht mehr unbedingt für berauschende Leistungswerte.

Doch Shelby ist sich treu geblieben und präsentierte jetzt auf der New York International Auto Show mit dem 588 kW/800 PS starken Shelby GT500 Super Snake den stärksten amerikanischen Muscle Car der Show. Warum das Kraftpaket allerdings versteckt in der Abteilung für Nutzfahrzeuge steht, bleibt das Rätsel der Veranstalter. Freilich hat der Auftritt in New York Tradition. „Shelby American hat hier bereits seinen ersten Wagen im Jahr 1962 ausgestellt“, erklärt Unternehmenschef John Luft. „Dieses Jahr zeigen wir einen der leistungsstärksten und wichtigsten Wagen, den Shelby jemals gebaut hat.“

Zusammen mit Ford entwickelten die Techniker der Manufaktur in Las Vegas eine aggressive Motor- und Fahrwerk-Kombination, die sie auf der Dragster-Piste und den Straßen rund um die Wüstenmetropole testeten. Die Produktion des Super Snake beginnt Anfang Mai.

Trotz der beeindruckenden Leistung von 800 PS benötigt der Supersportler, der sich nach dem Willen seiner Schöpfer auf der Straße ebenso wohl fühlt wie auf der Rennstrecke, gängiges Normalbenzin mit 91 Oktan. Shelby liefert allerdings lediglich die Technik, die in einen vom Kunden angelieferten Mustang montiert wird. Bevor sich die Leistungsfans nach Las Vegas aufmachen, können sie „ihre Super Snake“ online (http://shelbyamerican.com/buildhome.asp) individuell zusammenstellen. Am Ende bleibt vom Mustang auf jeden Fall nur noch die von Shelby veredelte Karosserie übrig. Unter dem Blech arbeitet dann unter anderem ein Ford-Rennfahrwerk mit einstellbaren Dämpfern und angepassten Stabilisatoren. Daneben ist auch noch ein Shelby-Eibach-Fahrwerk lieferbar. Die Standard-Aufrüstung endet bei 750 PS und einem Drehmoment von 799,2 Newtonmetern. Zusätzliche 50 PS entstehen, wenn man das Tuningpaket von Shelby und Kenne Bell wählt.

Der Wagen rollt auf eigens entworfenen 20-Zoll-Leichtmetallrädern, und die werden von ebenfalls speziell für das Kraftpaket entwickelten Bremsen verzögert. Dann folgt noch die Kunststoff-Motorhaube, ein neu gestalteter Innenraum und zahlreiche Schelby-Schriftzüge wo immer innen und außen möglich, und fertig ist die Super Snake. Je nach gewähltem Grundmodell hat sich der Mustang dann auf rund 80.000 Dollar verteuert.

Rund 20.000 Dollar preiswerter und mit 307 kW/418 PS auch nicht gerade schwächlich motorisiert, ist der Shelby GT 350 (als Coupé und Cabriolet). Mit dem Modell erinnert Carrol Shelby an den vor 45 Jahren vorgestellten GT350, den ersten Big-Block Cobra.

Text: Spot Press Services/Walther Wuttke
Fotos: Shelby, SPS

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