Nissan: Drei Modelle machen die Hälfte des Umsatzes aus

Beitragsbild
Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

Aus klein mache man groß: Dem Trend zum sogenannten Motoren-Downsizing, also der optimierten Leistungssteigerung von Triebwerken mit kleinem Hubraum, folgt auch Nissan bei seinen sogenannten City-Cars. Das gilt für den kleinen Crossover Juke, den Note mit seinem variablen Raumkonzept und den kompakten Micra, aus dem längst mehr als nur der anfängliche Frauenliebling geworden ist. Obwohl sein Frauenanteil bei den Käufern immer noch bei etwa 60 Prozent liegt.

Unterhalb des Nissan-Bestsellers Qashqai machen diese drei Modelle fast die Hälfte des Absatzes des japanischen Importeurs in Deutschland aus. Mit den Verkaufsergebnissen des vergangenen Jahres zeigt sich Nissan sehr zufrieden: Um genau 19,3 Prozent auf 607.000 Einheiten legte der Hersteller im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2009 zu. Noch in diesem Jahr will Nissan die Nr. 1 der japanischen Hersteller in Europa werden. Auch die Verkaufsziele des Importeurs in Deutschland wurden demzufolge für das Jahr 2011 angehoben. Den Erfolg des Qashqai will Nissan mit einem ähnlich konzipierten Fahrzeug quasi eine Stufe tiefer fortführen. Im B-Segment treten die Japaner mit dem Juke an, der ähnlich unkonventionelle optische Zielvorgaben verfolgt. Bis zu 80 Prozent Eroberungsrate bei Konkurrenz-Modellen konstatiert Nissan beim Juke, dessen Preisliste bei 16.990 Euro beginnt. Für den Antrieb des sportlichen Crossover stehen zwei 1,6 Liter Benziner und ein 1,5 Liter dCi zur Verfügung. Die beiden Benzin-Modelle leisten wahlweise 117 PS oder mit Turboaufladung und Direkteinspritzung 190 PS. Der Selbstzünder entwickelt eine Leistung von 110 PS.

Der Note verdankt seinen Verkaufserfolg vor allem seinem variablen Innenraumkonzept mit dem, wie der Hersteller sagt, geräumigsten Innenraum seiner Klasse. Dabei lässt sich die Rückbank des kompakten Kleinen um insgesamt 160 Millimeter in der Längsrichtung verschieben. Der Stauraum des Nissan Note lässt sich bis auf 1.332 Liter ausbauen. Als downgesizte Antriebsquellen stehen ein 1,4 Liter Benziner mit 88 PS, ein Ottomotor mit 1,6 Liter Hubraum und 110 PS sowie der 1,5 Liter Turbodiesel mit 90 PS zur Verfügung. Der aktuelle Nissan Note steht ab 13.910 Euro beim Händler.

Dem Downsizing-Prinzip folgt auch der kompakte Kleinwagen Micra, der sich seit vielen Jahren als Dauer-Widersacher von Corsa und Co. behauptet. Für den Micra stehen neu entwickelte Dreizylinder-Benzinmotoren mit 80 oder 98 PS zur Verfügung. Mit seiner Länge von 3,78 Meter und einem Wendekreis von 9,30 Meter offenbart der Nissan Micra seine Stärken vor allem als wendiges urbanes Stadtfahrzeug. Servolenkung, höhenverstellbare Lenksäule, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber gehören bereits zur Basissaustattung. Der Einstiegspreis liegt bei 10.740 Euro.

Nissan profitiert nach wie vor von vielen Synergien durch die strategische Allianz mit dem französischen Renault-Konzern, obwohl beide Hersteller eine eigenständige Modellpolitik vertreten. Spätestens zu Beginn des kommenden Jahres will Nissan dann auch mit seinem Elektrofahrzeug Leaf, der bereits in Japan und USA verkauft wird, auf den deutschen Markt kommen.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

Nach oben scrollen