Michelin Challenge Bibendum: Die Zukunft der Mobilität

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Berlin lädt im kommenden Monat zum weltweiten Austausch über die Zukunft der Mobilität ein. Ausrichter sind die Michelin Challenge Bibendum, die zum 11. Mal stattfinden. Vom 18. bis 22. Mai 2011 präsentiert der französische Reifenhersteller auf dem ehemaligen Gelände des Flughafens Berlin-Tempelhof zukunftsweisende Lösungen. Mit über 5.000 Teilnehmern gehört sie zu den weltweit wichtigsten Plattformen für alternative Antriebe, intelligente Verkehrskonzepte und mehr Verkehrssicherheit. „Diese weltweit renommierte Veranstaltung in Berlin zu wissen, ist sehr erfreulich“, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf einer Pressekonferenz mit Michelin in der Bundeshauptstadt. Es gebe mehrere Lösungen für die Mobilität. Sie müssen aber bezahlbar bleiben und mit verschiedenen Verkehrsträgern vernetzt sein. Während der Challenge Bibendum werde Berlin zum „Zentrum der Auseinandersetzung über die Wege zu einer neuen Mobilität, so das Stadtoberhaupt.

Mehr als 70 Aussteller und rund 200 Fahrzeuge – vom Zweirad über Pkws bis hin zu Lkw und Bussen – vermitteln den Blick in die Mobilität der Zukunft. Am 19. Mai sind die umweltschonenden Automobile bei einer Fahrzeugparade am Brandenburger Tor zu sehen. Erstmals sind an den Publikumstagen vom 21. bis 22. Mai zukünftige Serienfahrzeuge, Prototypen und Mobilitätskonzepte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Gespräche mit Experten dienen dem besseren Verständnis unterschiedlicher Antriebskonzepte und ergänzen die bei einer Probefahrt gemachten bzw. erlebten Erfahrungen. Bereits am ersten Veranstaltungstag müssen die Prototypen und Serienfahrzeuge in einer rund 300 Kilometer langen Umweltrallye ihre Alltagstauglichkeit beweisen.

Auf dem Tempelhof-Gelände wird die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ermittelt. Gemessen werden auch die Zeit für eine Beschleunigung aus dem Stand über eine Distanz von 100 Metern und die Länge des Bremswegs aus 40 km/h bis zum Stillstand. Interessant sind der Energieverbrauch bzw. die CO2-Emissionen auf der Basis von „Well to Wheel“, das heißt von der Energiequelle bis zum angetriebenen Rad des Autos. Die gleichen Verbrauchsmessungen gelten auch für die Stadtautos, die auf dem Tempelhof-Gelände einen innerstädtischen Parcours absolvieren.

Die Schlüsselthemen der Konferenzen und Workshops lauten „sauber, sicher und vernetzt“. Auf der Agenda stehen Themen wie Elektromobilität, zukünftige Antriebe, Entwicklung des Schwerverkehrs, Reduzierung des CO2-Ausstoßes, Optimierung der Verkehrssicherheit, vernetzter Straßenverkehr, zukünftiger Stadtverkehr und Logistik im Schwerverkehr. Das „Leaders Forum“ am 20. Mai diskutiert die Ergebnisse dieser zweitägigen Workshops und beschließt aufgrund dessen die notwendigen Aufgaben für die Zukunft. „Mit der Challenge Bibendum wollen wir – zusammen mit den Automobilherstellern, den Energieerzeugern und den Zulieferern – dem Gesetzgeber und den Kritikern des Automobils beweisen, dass das Auto nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch einen aktiven und dauerhaften Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann. Die Auswahl Berlins ist wohldurchdacht. Berlin steht für Erneuerung, Moderne und Mobilität. Und Deutschland steht für eine überragende Automobilkultur“, betont Dr. Patrick Oliva, Direktor Zukunftsforschung und Nachhaltigkeit in der Michelin Gruppe. Zudem will das Unternehmen die Verbraucher für das Thema Reifen sensibilisieren. Darüber wissen die Menschen oft zu wenig. Michelin erwartet zur Challenge Bibendum über 5.000 Teilnehmer aus 80 Ländern und rechnet mit rund 500 Journalisten aus aller Welt.

In der „Innovation Area“, moderiert vom Verband der Automobilindustrie (VDA), wartet ein attraktives Programm auf die Besucher. Die Themen variieren von der Transporteffizienz über alternative Antriebs- und Logistikkonzepte bis zu Fragen der passiven und aktiven Sicherheit. Leistungsstarke Sportwagen werden auf dem „Sportring“ getestet. Dort zeigt sich deutlich, welche Rolle der Rennsport auch für die technologische Entwicklung von umweltfreundlichen Fahrzeugkonzepten spielt – aktuelle Beispiele sind das Hybridantriebssystem KERS in der Formel 1 oder die Studien zu Supersportwagen mit Elektroantrieb. Ein Stadtparcours bildet auf einer Rundstrecke alltägliche Fahrsituationen nach. Dort bewältigen kleinere Stadtautos in einer 30 Kilometer langen Strecke verschieden definierte Prüfungen.

Ganztägig steht für Besucher in der Eingangshalle des Flughafengeländes Tempelhof die Ausstellung „125 Jahre Automobil“ bereit. Neben vielen anderen Fahrzeugen der Automobilgeschichte gibt es Highlights wie den Benz-Motorwagen, die „Eclair“ (das erste luftbereifte Fahrzeug), ein Ford T-Modell (das erste auf einem Fließband produzierte Kraftfahrzeug) und einen VW Käfer zu besichtigen. Zu den beiden Publikumstagen werden bis zu 40.000 Gäste erwartet.

Am 21. Mai gibt es den „Student Day“. An diesem Samstag können Studenten, Dozenten und Professoren aus einem vielfältigen Angebot an Ausstellungen, Testfahrten und maßgeschneiderten Workshops zum Thema nachhaltige Mobilität wählen. In Hangar 4 steht auf einer Fläche von mehr als 8.000 Quadratmetern eine Vielzahl von Ausstellern für den Dialog mit den Studenten Rede und Antwort. Hierzu gehören Zulieferer, Verbände und Hochschulen. Die Teilnehmerzahl am „Student Day“ ist auf 1.500 Studenten begrenzt.

Text und Fotos: Erwin Halentz

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