Buchtipp der Woche

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Charles Dickens: David Copperfield. Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv); 12,90 Euro.

Elend, Ausbeutung und Menschenverachtung in Zeiten einer bestens industrialisierten Gesellschaft: Niemand hat das eindringlicher und bedrückender beschrieben als der englische Schriftsteller Charles Dickens.

Nach dem Tod beider Elternteile wird er von seinem Stiefvater auf die Schule des überaus brutalen Mr. Creakle geschickt. Zehn Jahre alt ist David Copperfield, als er zu Fabrikarbeit gezwungen wird. Dass er trotzdem noch zu einem guten Leben kommt, eine Schule besuchen und später beruflich Fuß fassen kann, ist wesentlich der Fürsorge eines Menschen zuzuschreiben.

Der Roman David Copperfield erschien erstmals 1849, zunächst in Form von Fortsetzungen. Der Roman enthält viele Erfahrungen, die sein Verfasser selbst machen musste. Er ist weit mehr sozialkritisches Dokument als Kinderbuch, auch wenn er ein Kinderschicksal bis ins Erwachsenenalter hinein beschreibt. Der Deutsche Taschenbuch Verlag hat das Werk, das Charles Dickens von den eigenen Büchern am meisten mochte, jetzt wieder aufgelegt – in der Übersetzung von Gustav Meyrink und mit den Illustrationen der Erstausgabe.

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