Luxus mit Seele – für die Zukunft

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Um automobilen Highend-Luxus zu genießen, genügte es bislang, sich so genannte Premium-Fahrzeuge der Oberklasse anzuschauen. Wagt man es, sie miteinander zu vergleichen, stellt man fest, dass sie sich im Grunde sehr ähneln oder gar gleichen: Platzierung und Verarbeitung, Materialauswahl und Design weisen hohe Übereinstimmung auf. Überwiegend gebürstetes Aluminium ist ebenso zu finden wie – bei sportlicheren Automobilen – Karbon und Kevlar, außerdem teuer wirkende Holzimitate im Vogelaugendesign und andere Lösungen. Es darf auch gesagt werden, dass diese Dekor-Elemente nahezu in Gänze aufgesetzt oder aufgeklebt sind, das heißt: Die technische Basis wird nicht verlassen. Das innenarchitektonische Prinzip wurde also nicht angetastet, sondern nur aufgewertet.

Faurecia, ein weltweit operierender und führender Hersteller von Innen- und Außenkomponenten und Modulen für die Global-Player-Fahrzeuge, weist nun neue Wege auf, Fahrzeuge der Nobelklassen, (eben die Premium-Kategorie) noch wertiger zu machen, das Thema Luxus neu zu definieren und zu interpretieren. Den Anfang macht – als Versuchsträger – der Tatra 603, eine Legende des frühen Nachkriegs-Automobilbaus. Schon damals sprachen Journalisten von Ballsaal -ähnlichen inneren Platzverhältnissen, entsprach das Format der heutigen E-Klasse von Mercedes, der Fünfer-Reihe von BMW und dem A6 von Audi.

Der Spannungsbogen der neuen Luxus-Interpretation von Faurecia entspringt also aus den Faktoren alte Karosserie mit großzügigem Innenraum und modernsten neuen Gestaltungslösungen für das Wohnzimmer. Aber nicht nur anfassbarer und spürbarer Luxus wird vermittelt, Faurecia berechnet und gestaltet auch den Armaturenträger völlig neu, um die aktuellen Lösungen zu zeigen. Bei Crashversuchen zeigten sich diese neuen Armaturenträger als noch stabiler als die Originale der Autoindustríe. Passive Sicherheit nimmt folglich einen hohen Stellenwert ein.

Premium Attitude nennt Faurecia das Zukunftsangebot für die automobile Upperclass und es darf gehofft werden, dass es in absehbarer Zukunft auch den darunter liegenden Klassen zugute kommt. So werden alle verwendeten Materialien, ob Textil, Metall, Kunststoff oder Echtholz, voll recyclebar ausgelegt. Neben Formen besitzen auch Farben ihre eigene Sprache, was zu einem angenehmeren Innenambiente führt, das durch spezielle Lichtsetzungen ergänzt wird: Es gibt keine schwarzen Löcher oder Schächte mehr im Auto. So wird nicht nur der spürbare Komfort erlebbar, sondern auch die Seele wird gestreichelt. Und genau das war der heutigen Oberklasse dann doch beträchtlich abhanden gekommen.

Text und Fotos: Frank Nüssel

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